Glücksbox

Bei Karl habe ich letztens etwas gelesen, das mich gleich begeistert hat – das Glas! Und auch Yvonne hat die Idee schon aufgenommen.

Schöne Tage das Jahr über zu sammeln, um sie dann am Ende anzusehen … das ist doch eine schöne Idee. Ich fing also an, eine Box zu basteln, weil ich kein Glas zur Verfügung hatte. Während dessen überlegte ich noch, wie ich das Ganze handhaben will. Nur schöne Tage? Oder „reicht“ es, wenn es nur eine einzige Sache ist? Ich schrieb schon mal einen Zettel von einem wirklich tollen Tag, bastelte an meiner Kiste weiter. Und dann passierte eine ganz kleine Sache nur, aber sie hat mich einfach so gefreut, dass ich auch dafür einen Zettel geschrieben habe.
Und hinterher wurde mir klar, dass das wieder so typisch Jenneke ist – alles festlegen wollen, Regeln aufstellen, katalogisieren. Ts. Jetzt kommt in die Box, was auch immer mich freut.

Aber hier ist sie nun, meine Glücksbox. Ziemlich groß ist sie, aber wer weiß, vielleicht wird das Jahr so gut 😉 Immerhin sind schon vier Zettelchen drin 😀

Glücksbox

Nerviges Rippchen

Jetzt geht das fast einen Monat, dass mir mein rechte Seite weh tut. Zeitweise konnte ich nicht auf dem Rücken liegen, nicht richtig tief atmen. Das hat meine Angst vor dem Staging natürlich noch ordentlich angeheizt 😦
Die Ärztin, die das CT vom Thorax gemacht hat, vertrat die Theorie, dass es psychosomatisch wäre. Da der Schmerz aber nicht weg ging, verschob sich die Theorie Richtung blockierter Rippe. Meine Freundin, die Physiotherapeutin, hat vor Weihnachten Hand angelegt und es krachte gewaltig, allerdings nicht nur auf Höhe der schmerzenden Stelle auch noch weiter höher kurz vor der Brustwirbelsäule.
Puh.
Danach ging das Atmen deutlich besser und Weihnachten konnte ich recht gut auf dem Boden herumkriechen und mit meiner Nichte spielen.

So ganz weg war es aber nicht, der ursprüngliche Schmerz, seitlich Richtung Vorderseite, blieb mir erhalten. Allerdings war es jetzt nicht mehr so schlimm, als dass es mich abgehalten hätte, ins Sportstudio oder auf die Laufpiste zu gehen. Ging alles, aber irgendwie war’s nervig und wurde auch nicht besser. Also bin ich dann Freitag zu meiner Hausärztin gegangen. Ab auf die Liege und wieder hat es geknackt, als sie drauf gedrückt hat, dieses Mal allerdings „nur“ an der unteren Stelle, oben war noch alles, wo es hingehört.
Auf meine Frage, wo zum Henker so was herkommt, hat sie nur die Achseln gezuckt. Verspannungen, Zug, falsche Bewegung, innere Anspannung, alles kann beitragen. Und dann passiert es halt. Schön, also nicht psychosomatisch sondern durch innere Anspannung. Auch nicht besser 😦

Was soll ich sagen? Es ist immer noch da … Oder vielleicht auch wieder, zwischendrin schien es mal besser zu sein. So langsam habe ich das Gefühl, das wächst sich zu einem Dauerzustand aus. Ich werde dem Ganzen jetzt noch ein paar Tage geben, ich bin eh auf Dienstreise, dann stehe ich wieder bei meiner Ärztin auf der Matte. Sie sagte was von Massagen, und ich glaube, das wäre eine gute Sache. Diese eine Stelle am Rippenansatz ist sehr verhärtet und schmerzhaft, wenn man draufdrückt, und vielleicht ziehen die verkrampften Muskeln die Rippe immer wieder in die Blockade. Keine Ahnung …

Aber ich habe keine Lust, dass das jetzt so weitergeht. Diese Zeit jetzt, die nachdem ein gutes Staging gerade durch ist, ist immer die beste. Und die will ich mir nicht durch so blöde Wehwehchen vermiesen lassen. 😛

2013

Auch für dieses Jahr habe ich eine Wunschliste für die nächsten 365 Tage. Wie 2012 werde ich sie bis zum 31.12. ignorieren und schauen, wohin mich das Leben geführt hat in dem Jahr.
Wie zuvor ist die Liste nicht erschöpfend und bis auf den ersten Punkt, der mir natürlich am Wichtigsten ist, nicht als Reihenfolge zu verstehen.

  • Gesundheit (in meinem Fall – kein weiteres Metastasenwachstum)
  • viel Zeit für mich
  • Meditieren lernen
  • eine neue Rose pflanzen
  • viel Zeit mit meinen Lieben
  • 10 km laufen
  • den Roman beenden
  • Zeit mit meinen vier Nichten verbringen
  • mein Bücherregal ausmisten/aufräumen
  • mindestens eine Urlaubsreise, besser zwei!
  • Spaß haben!
  • mehr im Garten machen
  • ein Gewicht mit einer 7 vorne erreichen
  • Skydive oder Paragliding
  • einen entspannten Ehemann
  • mehr fotographieren
  • die Gartenterrasse bauen
  • mehr lesen
  • etwas stricken (z.B. einen Pullunder)
  • mal wieder ein Aquarell malen

Wenn mir danach ist, werde ich an meinem Zweit-Geburtstag, dem 9. Januar, einen Jahresrückblick schreiben 🙂

Ich wünsche Euch ein geruhsames und gesundes Neues Jahr! Möge es ein gutes Jahr werden!

Teil des Ganzen

Es hat mir sehr geholfen, mein Gewissen zu beruhigen, die lieben Kommentare im letzten Post zu lesen. Und auch von Familie und Freunden kam Bestärkung. Das tut gut! Lieben Dank, Euch allen! 😀

Mittlerweile denke ich nicht mehr daran, dass ich bewusst gelogen habe. Das ist halt so und ich stehe dazu.
Ich grübele mehr darüber nach, warum mich das so stört, es verschwiegen zu haben. Ich sollte doch froh sein, dass es so problemlos über die Bühne ging … Doch ich bin kein Mensch für Heimlichtuerei, und mir fällt das schwer, nichts zu sagen. Meine Psychologin wird nicht müde, herauszustellen, wie gut sie es findet, dass ich jetzt in einer Umgebung arbeite, wo niemand Kenntnis von meiner Krankheit hat. Aber seit dem Gespräch mit dem Betriebsarzt wird mir immer klarer, dass mich das irgendwie stört.

Der Krebs und die ganzen Erfahrungen sind ein Teil von mir, den ich zwar nicht gerade liebe, der mich aber stark geprägt hat (und das nicht unbedingt im schlechten Sinne). Ich komme mir nicht komplett vor, wenn ich meine Krankheit so verleugne. Sie gehört seit über 10 Jahren zu mir dazu. Und ich mag es einfach nicht, so einen entscheidenden Teil meiner Selbst auszuklammern in meinem Umgang mit anderen.

Blöd, und doch ist es so. Derzeit „tröste“ ich mich damit, dass ich auch andere Teile meiner Selbst nicht unbedingt ausbreite, und da reihe ich jetzt halt den Krebs mit ein. Fertig.

Und doch …

Ich schätze, es wird leichter, wenn ich nach der Einarbeitung wieder zuhause bin und Herrin in meinem eigenen Office. Und solange halte ich locker durch 🙂

Notstrom

Irgendwie wird es schlechter, nicht besser. Diese Fahrerei zwischen Bürowohnung und Zuhause ist stressig, zehn Stunden mehr in der Woche, in denen ich in Zügen und Autos herumsitze und nicht tun kann, was ich will.

Und obwohl im Büro eigentlich nichts Besonderes passiert, bin ich platt abends. So viel, was ich tun möchte, tun könnte, und alles bleibt liegen. Ich kriege nichts mehr auf die Reihe. Selbst am Wochenende muss ich mich am Nachmittag hinlegen, weil ich so müde bin.

Ich habe Angst, dass es jetzt die ganze Zeit so weiter geht. Dass alles, was mir etwas bedeutet, auf der Strecke bleibt, bleiben muss, weil der neue Job und diese ganze Situation zu viel Energie frisst. In den letzten Tagen denke ich wieder häufiger an meinen Krebs, an das katastrophale letzte Staging. „Das geht hier alles nicht gut“, kommt immer wieder in meinem Kopf hoch. „Mach dir nichts vor, irgendwo in deinem Körper ist er munter am Wachsen.“ Sobald nur ein kleines Wehwehchen zu spüren ist, kommen die Gedanken an Metastasen hoch.
Der Kopf sagt, ich habe zu wenig Sport gemacht (deswegen zwackt es ab und an), war erkältet, die ganze Situation ist ungewohnt und stressig. Das ist nichts, sagt der Kopf, das letzte Staging war ätzend, aber in Ordnung. Du bist nur überempfindlich, denk nicht weiter darüber nach.

Aber das klappt nicht, und ich denke doch oft an meinen Krebs. Habe ein schlechtes Gefühl meinem Körper gegenüber, traue ihm nicht. Ich denke viel und habe doch eigentlich keine Kraft, mich gerade damit auseinander zu setzen. Ich will am liebsten nichts davon wissen. Selbst diesen Post zu schreiben, war eine enorme Anstrengung irgendwie.

Im Augenblick frage ich mich, was es mich kosten wird, diese Monate der Einarbeitung durchzuhalten. Und doch geht es nicht anders, ich muss da durch und halte mich an der Hoffnung fest, dass es nach der Eingewöhnung doch besser wird.

Dauerstrom

Der Urlaub war herrlich, harmonisch und sehr nötig. Leider war er viel zu kurz, aber das wusste ich schon vorher. Und gleich danach – einen Koffer auspacken, die nächsten packen.

Nun habe ich schon ein paar Tage im neuen Job hinter mir. Alle sind sehr nett, ich fühle mich willkommen. Natürlich ist alles sehr viel – Trainings, Meetings, so viele neue Leute. Aber das wird schon.
Die Wohnung, die ich vorübergehend bezogen habe, ist großzügig und hat alles drin, was ich brauche. Noch hat sie nicht den „Wohlfühl“-Faktor, aber ich arbeite daran.

Einziger Wermutstropfen: die Einarbeitung geht doch 12 Wochen vor Ort, nicht 8 Wochen. Das wurde in der Zwischenzeit seit meinen Gesprächen so beschlossen für alle Neuanfänger, weil 8 zu wenig erscheint. Es hieß immer „8 bis 12“ Wochen, also kann ich mich jetzt nicht beschweren. Da der Mietvertrag, den ich bekommen hatte, auf 8 Wochen lautete, war ich natürlich davon ausgegangen. Aber nun sind es 12. Das bringt mich mit meinen Arztterminen ziemlich in Schwierigkeiten, weil ich alles in die Zeit nach den 8 Wochen geschoben habe. Und leider liegt das nächste Staging jetzt voll in meiner Einarbeitungszeit. Ich weiß noch nicht, wie ich das lösen kann 😦

Ansonsten habe ich das Gefühl, ich bin immer auf dem Sprung, zur Ruhe gekommen bin ich bisher nicht. Eine vernünftige Laufstrecke habe ich noch nicht. Der Streß des letzten Stagings wurde nahtlos ersetzt mit der neuen Jobsituation, mein Kopf ist voll, für die Vergangenheit ist da wenig Platz. Gut? Ich weiß nicht. Ich habe das Gefühl, dass es im Hintergrund gärt, und das ist sicher nicht gut.
Aber so oder so geht es nicht anders, ich habe gerade keine Kapazität dafür. Ich gebe mir noch ein, zwei Wochen, dann muss sich das alles eingespielt haben. Das mit dem Dauerstrom funktioniert nicht gut …

Aber noch immer habe ich das Gefühl – ich habe mit dem Job in dieser Firma das große Los gezogen 😀

ausgedient

Fast 550 km habe ich nun in ihnen zurückgelegt, davon gut 400 laufend. Nun sind sie durch und haben ausgedient.

Die neuen sind viel farbiger, Union Jack vorne drauf. Olympia-Edition? Der erste Test war jedenfalls wunderbar, es läuft sich wie auf Wolken 🙂

Einen Effekt hatte aber das ganze Laufen (und das halbe Jahr Muckibude) – ich habe zwar gewichtsmäßig nicht viel abgenommen (gut drei Kilo), aber einen Unterschied gibt es doch. Irgendwann merkte ich, dass da wieder Konturen sind an meinen Beinen. Ich glaube, die Muskeln habe ich zuletzt vor 20 Jahren gesehen 😉

Ich hatte damals noch mehr Fotos gemacht, wollte Euch aber das ganze Bein nicht zeigen. Zu schwabblig, nein danke. Da es mich einfach interessiert hat, ob das jetzt anders aussieht, habe ich die gleiche Pose gewählt.

Schlanker sind meine Beine nicht geworden (man beachte den nicht unerheblichen Muskel an der Oberschenkelrückseite 😉 ), aber die Cellulite ist doch deutlich auf dem Rückzug. Und vielleicht täuscht es auch, aber ganz so rollig sieht mein Bauch auch nicht mehr aus 😀

Gewagt … und gewonnen!

Gestern kam der Anruf – ich kann die Stelle haben, wenn ich will. Was für eine Frage – ich will! 😀

Derzeit herrscht hier Ausnahmezustand! Nach dem Anruf hatte ich stundenlang einen erhöhten Puls, ist cool, wenn das mal von einer positiven Nachricht kommt. Natürlich dauerte es nicht lange, ehe dann im Kopf die „to do“-Liste erschien, sowohl bezüglich des alten Jobs wie auch meiner Therapien und Untersuchungen. Aber da ich noch nicht sicher weiß, wann genau es losgehen kann mit einer Einarbeitung vor Ort, müssen diese Planungen warten. Irgendwie wird es sich schon zurechtpuzzeln (müssen).

Und bis dahin muss ich zusehen, dass ich in meinem alten Job gut die Kurve kriege und alles aufgeräumt hinterlasse … das wird ein spannendes Rest-Jahr!

Unruhe

Selten hat mich etwas so beschäftigt wie dieses Bewerbungsverfahren. Wieder und wieder spuken Situationen durch meinen Kopf, vergangene und mögliche zukünftige, und ich komme nicht richtig zur Ruhe. Ich war so darauf gepolt gewesen, dass sich das bald entscheidet … und nun zieht es sich wie ein Kaugummi.
Das tut mir nicht gut, ich bin unruhig und kann gerade wieder nicht abends nicht einschlafen. Komme morgens nicht raus und bin leichter reizbar. Doof.

Und das Ganze setzt mich als Bewerber, sollten sie mich wirklich nehmen, sehr unter Druck. Wer so sorgfältig ausgesucht wurde, darf nicht versagen. Ich führe jetzt schon im Geiste Gespräche, sollte das alles rauskommen. Erst letztens ist jemand, den ich über das Netz kenne, in der Probezeit wieder gekündigt worden, weil eine Krankheit verschwiegen wurde. 😦

Ich muss mich sehr am Riemen reißen, nicht zu kneifen. Ich will diesen Job und gleichzeitig habe ich Angst, dass ich damit gegen die Wand fahre. Vielleicht wäre es besser, wenn … Nein, wäre es nicht! Basta.

Ich hoffe nur, dass dieses Elend nächste Woche ein Ende hat. So oder so.

Diese Woche …

… hatte es in sich.

Der Marathon ging geschlagene 4 Stunden (statt der anvisierten 3) und am Ende hatte ich Probleme, dem letzten Gesprächspartner uneingeschränkt zu folgen. Da war dann einfach Ende meiner Konzentration.

Wie ist es gelaufen? Keine Ahnung. Hinterher hatte ich ein ganz gutes Gefühl, ich glaube, ich habe mich ganz gut präsentiert. Von der Qualifikation her passe ich perfekt. Je länger das allerdings her ist, desto mehr Sachen fallen mir ein, die ich in diesen 4 Stunden gesagt habe, die man negativ auslegen könnte. Nicht, dass ich mich an alles erinnern würde, was ich so gesagt habe.

Egal. Entweder es passt oder es passt nicht. Jetzt heißt es Warten auf die zweite Runde – oder die Absage. Falls es zur nächsten Runde kommt, hoffe ich inständig, dass das nicht in die Nähe des nächsten Stagings fällt. Ich wüsste nicht, wie ich das wuppen soll 😦
Und so lange versuche ich auch, die Gedanken in Zaum zu halten, dass ich eine Mogelpackung bin. Das beschäftigt mich doch sehr. Ich komme aber immer wieder zu dem gleichen Ergebnis – wenn ich es nicht gemacht hätte, hätte der Krebs schon gewonnen, weil ich nicht mehr an eine Zukunft glauben würde.

Meine Nasennebenhöhle (und leider auch der Rest von mir) wird inzwischen mit einem Antibiotikum bombardiert. Also weiter kein Sport, und ich versuche mich mit Spaziergängen und Walken über Wasser zu halten. Wirken tut das AB, das merke ich, leider schlagen aber auch die Nebenwirkungen voll durch (Durchfall, Kopfschmerzen, Abgeschlagenheit). Ich wusste schon, warum ich das erst nach dem Bewerbungsgespräch angefangen habe.

Noch so eine Woche brauche ich wirklich nicht …

« Older entries Newer entries »