Staging 10/2013 – CT Thorax

Kurz und knapp – alles wie immer, also alles gut 😀

Dieses Mal hatte ich die gebrochene Rippe schon angekündigt – war ich doch Ende Juli im Schwimmbad etwas unvorsichtig. Aber das CT sieht gut aus, da ist nichts. Verstehe einer. Macht die gleichen Symptome und nix ist zu sehen.
Mir soll’s recht sein, eine Fraktur weniger auf dem Jenneke-Konto.

Der MRT-Befund ist noch nicht fertig, dort habe ich gerade angerufen. Schade, ich hatte gehofft, ich könnte vielleicht heute schon alles abhaken. Aber nun werde ich es erst morgen oder übermorgen erfahren, und ich weiß genau, dass die Unruhe bis dahin nicht weg geht. Dazu habe ich mit dem MRT schon zu schlechte Erfahrungen gemacht.

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Staging 07/2013 – MRT Abdomen

Ich wäre vor innerer Anspannung fast zerrissen, als ich in der Praxis von Professor Koryphäe angerufen habe um nach dem Befund zu fragen. Sie gucken und faxen, wenn da.

Dann klingelt irgendwann nach einer gefühlten Ewigkeit (von 10 Minuten) das Fax. Zwei Seiten kommen, das ist schlecht. Zwei Seiten heißt viel Text. Viel Text weist auf Schwierigkeiten hin.

Aber es sind zwei Befunde, vom CT am Montag und vom MRT am Dienstag. Und der MRT-Befund sagt – alles wie zuvor.

Ich konnte nicht lachen, ich habe nur gezittert und geatmet, eine gefühlte Ewigkeit (vermutlich nur 5 Minuten). Meinen Mann angerufen, meine Eltern angerufen. Kind, warum freust Du Dich nicht? Später vielleicht, jetzt muss ich atmen.

Jetzt ist später, geschlagene zwei Stunden, und ich kann lächeln. Breit sogar 😀

Der CT-Befund sagt natürlich, dass die Rippenbrüche abgeklärt werden sollten. Dort steht aber auch „Trauma von außen“, was für mich heißt, dass es nichts unmittelbar mit Metastasen zu tun hat. Und damit wird „das muss abgeklärt werden“ auf nach dem Urlaub verschoben. Basta.

Jetzt muss ich irgendwie runter kommen. Meine Arbeit zu Ende bringen. Koffer packen. Montag geht es in Urlaub.

😀

Staging 07/2013 – CT Thorax

Arztbesuche am Quartalsanfang sind eine Katastrophe. Es hat alles gedauert, und das ist nie gut, wenn man nervös ist. Als ich schließlich zur Ärztin reingerufen wurde, war es ganz komisch. Sie sagte sofort, Lunge und Lymphknoten sehen gut aus.

Das Aber stand ihr so deutlich im Gesicht, dass ich das gar nicht richtig ankam, was sie da gesagt hatte. Das Aber ist eine weitere gebrochene Rippe, dieses mal links, 6. Rippe. Wieder ohne erkennbaren osteolytischen Anteil, wie man es von einer Metastase erwarten würde. Kommt mal vor.
Das Aber liegt jetzt in der Häufigkeit. Wieso schon wieder? Einmal kann das sein, aber zwei Mal in einem halben Jahr? Sie sagte mit (sehr ernstem Gesicht), sie würde das abklären lassen.
Mein Argument, dass es doch ziemlich unwahrscheinlich sei, dass die Weichteile nicht reagieren, wohl aber die Knochen wurde mit „Es gibt nichts, was es nicht gibt“ abgebügelt.

Und da saß ich da wieder mit so einem Mist-Ergebnis und den Zweifeln im Kopf. Beim CT schon, obwohl das immer mein Anker gewesen war, weil es zumindest daran nichts zu rütteln gegeben hat. Nicht dieses Mal.

Es hat bis zum Nachmittag gebraucht, ehe ich einigermaßen darüber nachdenken konnte. Lunge OK, Lymphknoten OK. Fertig. Das ist ein gutes Ergebnis, das Entscheidende sieht gut aus. Die Blutwerte von letztem Freitag (zumindest so weit hatte es noch gereicht, dass ich mir die von Professor Koryphäe geholt habe), sehen auch aus wie immer, also OK.
Während ich unter der Schocksituation noch ahnungslos war, warum die Rippe kaputt sein könnte, wusste ich es jetzt – wir hatten ein Sofa aus dem Keller hoch getragen, ich habe mir mächtig was gezerrt dabei in der linken Schulter und die Osteopathin hat nicht gerade sanft in dem ganzen Gebiet gearbeitet, um die Muskeln wieder lockerer zu kriegen. Bleibt natürlich trotzdem die Frage, warum bei solchen Aktionen (beim Tragen oder bei der Behandlung) meine Rippen nachgeben, das war früher nicht so. Ich kriege ständig Schimpfe, ich soll wegen meiner halben Bauchmuskulatur nicht so schwer tragen … vielleicht muss ich doch mal drauf hören.

Ich könnte den letzten Satz eins zu eins aus dem April-Posting kopieren. Merkwürdig das alles, aber einigermaßen logisch. Aber ich merke genau, dass die Nervosität noch nicht ansatzweise abgefallen ist. Und für Beruhigung bezüglich MRT sorgt es nicht gerade. Aber ehe ich den Befund kriege …

Staging 04/2013 – CT Thorax

Heute habe ich mich im CT besser gehalten als letztes Mal (was nicht schwer war). Auch dieses Mal ging die Auswertung schnell, Lunge und Lymphknoten sehen aus wie immer, keine Veränderung. 😀

„Aber“, sagte die Ärztin, „ich weiß jetzt, warum Ihnen die Rippe weh tat letzes Mal.“ Denn in der Tat war jetzt auf den Bildern ein leuchtender weißer Fleck zu sehen, der eindeutig eine heilende Rippenfraktur anzeigt. Auf dem Dezember-CT war die Bruchlinie nicht zu sehen, wenn sie ungünstig liegt und nicht sehr ausgeprägt ist, kommt das vor. Drei Monate später jedenfalls ist deutliche Kallusbildung zu sehen, der Knochen heilt. Der Unterschied zu der pathologischen Fraktur aufgrund der Metastase, die ich 2010 hatte, ist deutlich. Das war keine Metastase, das meint die Ärztin und selbst ich habe da deutlich einen Unterschied gesehen.

Aber was soll ich jetzt davon halten? Was soll ich einem CT noch glauben, wenn eine Rippenfraktur nicht sichtbar ist? Und wieso war da eine Fraktur? Ich war erkältet, hatte aber keinen Husten. Habe ein paar Sachen getragen, aber mehr auch nicht. Und wache dann morgens mit einer gebrochenen Rippe auf? Falsch auf dem Kuscheltier gelegen, oder was?

Auch wenn das jetzt unmittelbar nichts mit dem Krebs zu tun hat, lustig finde ich das nicht. Osteoporose von der Antihormontherapie? Tut das Bisphosphonat Dinge, die es nicht tun soll? Und wie sehen meine anderen Knochen aus? Kommt da noch mehr auf mich zu? Mal falsch abstützen und das Handgelenk ist durch?

Mein Gehirn klammert sich daran fest, dass die Lymphknoten alle gut aussehen und sich sonst nichts getan hat. Aber ruhiger für das MRT morgen macht mich das Ganze nicht … Aber auf den Befund kann ich dann ja eh wieder lange warte …

hohl

Bis gestern habe ich mich ganz gut gehalten, erstaunlich gut. Immer mal Gedanken ans Staging, aber eher moderat. War mehr als OK.
Heute sieht das anders aus. Aber statt Nervosität und Angst ist es wieder diese Traurigkeit, die mich runterzieht. Endzeit-Stimmung, die für andere spürbar ist. Zu den „klar ist alles in Ordnung“-Sprüchen tapfer lächeln und sie trotzdem hassen, weil sie mir das Gefühl geben, dass ich mir das alles nur einbilde. Fliehen wollen vor dem Trubel und doch traurig sein, wenn ich wegfahre. Weil ich das Gefühl habe, wenn wir uns wiedersehen, ist meine Welt wieder anders. Schlechter.

Jetzt, wo alle im Bett sind und ich die Ruhe habe, die ich vorhin herbei gesehnt habe, ist irgendwie auch die Traurigkeit weg. Ich fühle mich hohl, und eigentlich wäre das ganz angenehm, wenn nicht dieses unbestimmte Gefühl von Bedrohung auch noch da wäre.

In 8 Stunden werde ich wieder auf heißen Kohlen sitzen und darauf warten, dass die Ärztin nach ihrem Osterurlaub das erste CT ansieht. Meins.

die letzten drei Monate …

… hatten es in sich.

Der neue Job, die Anstrengungen mit dem Pendeln zwischen Bürowohnung und Zuhause, die kurzen Wochenenden. Alles neu, alles erst wieder lernen, wie dort der Hase langläuft. Unter Beobachtung sein. Nichts sagen dürfen. Alles sehr anstrengend, ich habe gemerkt, dass ich keine 20 mehr bin.

Und doch war es gut, so viel Ablenkung zu haben, denn dann habe ich nicht darüber nachdenken können/müssen, was dieses katastrophale Staging im August mit meiner Psyche angestellt hat. Ich war in der Zeit nur einmal bei meiner Psychologin, wie hätte es auch mehr sein können, ich war ja nicht da. Also habe ich verdrängt, das Draußen herum wichtiger als mein Innen. Mir war klar, dass das nicht gut ist, aber es ging auch nicht anderes.

Natürlich hat es mich eingeholt. So heftige Angst wie vor diesem Staging hatte ich Jahre nicht. Das alles wird mich noch lange beschäftigen. Vielleicht sollte ich sagen – jetzt erst, denn wirklich damit auseinander gesetzt habe ich mich nicht bisher. Da ist die heftige Reaktion auf das Staging auch für mich kein Wunder gewesen.
Als ich gemerkt habe, wie die Angst immer schlimmer wurde, habe dann auch wieder Lasea genommen, um ein wenig ruhiger zu werden. Das habe ich die letzten Monate nicht gebraucht, dieses Mal schon. Ob es geholfen hat? Ich glaube schon, denn bis zu dem Montag vom CT-Thorax habe ich mich so einigermaßen gut gehalten (und weiter schön alles verdrängt, was da auf mich zukommt). Aber dann war es vorbei und hat mich überrollt 😦

Meine Rippen, die ja einen nicht unerheblichen Anteil an meiner Aufregung dieses Mal hatten, tun immer noch weh. Die Theorie ist inzwischen, dass ich eine Blockade in einer der Rippen habe, das passt zumindest mit den Symptomen zusammen. Es nervt ohne Ende, mit diesem ganzen Stress würde ich am liebsten sporteln ohne Ende und kann nicht. Meine Hoffnung ruht jetzt auf einer befreundeten Physiotherapeutin, die ich am Wochenende sehe. Und wenn es nach Weihnachten nicht besser sein sollte, muss ich wohl doch mal einen Orthopäden aufsuchen …

Ich hoffe, dass sich in mir jetzt langsam wieder die Erkenntnis durchsetzt, dass die August-Episode, um das mal so euphemistisch zu nennen, wirklich ein Fehlalarm war. Immerhin hat sich jetzt in vier Monaten nichts getan, nichts verschlechtert, mein schmerzenden Rippen nichts mit Krebs zu tun haben. Dass ich mich trauen kann, mich wieder etwas zu entspannen. Dass ich es mit diesem Dezember-Ergebnis im Kopf wagen kann, mich mit dem August-Erlebnis auseinanderzusetzen.
Ich hoffe es, weiß aber nicht, ob mir das gelingen wird. Ich habe jedenfalls vor, mich nicht wieder so zu verkriechen, und ich werde sehen, wohin es mich bringt.

Staging 12/2012 – MRT Abdomen

Es ist wieder ein Drama gewesen, diesen Befund zu bekommen. Die Praxis sagte, es sei alles am Dienstag raus gegangen, doch ich hatte weder Donnerstag noch heute was in der Post. Wie gut, dass ich gestern schon mit der Praxis von Professor Koryphäe gesprochen hatte, die hätten den Befund (nach Aussage der MRT-Praxis) auch am Dienstag per Fax schon erhalten haben sollen. War aber nicht. Da haben die dort beim MRT nachgehakt und es wurde noch einmal gefaxt. Und dann haben sie mich angerufen, weil sie ja wussten, dass ich hier wie auf heißen Kohlen sitze.

Alles wie zuvor. Puh.

Was mich etwas wundert – der Befund (den ich heute von Professor Koryphäe als Kopie bekommen habe) spricht jetzt von unveränderten, bekannten Knochenmetastasen. Ich finde das nach wie vor sehr dubios, dass das jetzt plötzlich alles zu sehen sein soll. Aber ich halte mich daran – wenn alles andere OK ist, mache ich mich deswegen nicht verrückt. Vielleicht sind es doch Spuren von meinem Sturz, vielleicht schauen sie nur jetzt genauer dort hin, da es einmal aufgefallen ist. Keine Ahnung, aber es wird nicht mehr und damit kann ich es getrost ignorieren.

Das nächste Staging ist nun für Anfang April anberaumt. Vielleicht schreibe ich nachher noch ein kleines Fazit zu diesem hier, wenn mir danach ist.
Ich bin jedenfalls froh, dass ich das jetzt erst einmal abhaken kann. Keine weiteren Arzttermine dieses Jahr! Mir stehen jetzt 1,5 Wochen Urlaub bevor, und die habe ich dringend nötig.

Staging 12/2012 – CT Becken

Ich war eigentlich recht gut drauf, das MRT am Morgen hat mich nicht wirklich gekratzt nervositätstechnisch, den Befund gibt es dann morgen oder übermorgen.

Vor dem CT-Becken mittags sah es schon anders aus. Es war leider nicht der Arzt wie zuvor (und damit auch nicht der, mit dem mein Professor Koryphäe vorher gesprochen hatte), aber ich hatte den Biopsiebefund mit und habe dann lang und breit alles erklärt. Das CT ging schnell, aber dann hat es aber fast 45 Minuten gedauert, ehe ich zur Besprechung rein gerufen wurde. Das hat wieder unglaublich an meinen Nerven gezerrt.

Das Ergebnis jedoch ist gut: Die Bilder von August und jetzt sind identisch. Kein Anhalt dafür, dass ich da etwas getan hat.

Allerdings meinte der Arzt auch, dass das alles nicht wirklich metastasentypisch aussehen würde, was er da sieht. Zum Teil schon, zum Teil nicht. Ob ich Schmerzen im Becken hätte? Nö, ich habe vieles, aber das nicht. Ist mir herzlich egal, was auch immer es ist, es ist alt und solange sich nichts tut, kratzt mich das nicht weiter. Ich habe dann ganz forsch gesagt – solange sich an den anderen Befunden nichts tut, würde ich das Becken nicht wieder ansehen. Er hat zugestimmt, aber letztendlich muss ich das mit Professor Koryphäe besprechen.

Puh. Jetzt fehlt noch der Befund vom MRT. Und solange ich den nicht habe, bleibt Unsicherheit (haha, guter Witz, die bleibt sowieso …).

PS: Meine Rippen tun immer noch weh, auch wenn es jetzt langsam besser wird. Ich hoffe, dass ich dann nach Weihnachten wieder laufen kann. Endlich!

Staging 12/2012 – CT Thorax

Gestern Abend war nicht gut, heute morgen noch viel schlimmer. So elend vor Angst habe ich mich nicht mehr seit dem Staging nach der Erstdiagnose gefühlt. Seit letztem Sonntag habe ich Schmerzen an den Rippen, Stechen beim Einatmen, erst ein wenig, dann mehr, und es fühlte sich verdammt so an wie beim letzten Mal als wegen der Metastase die Rippe gebrochen war. Der Kopf versuchte, dagegen an zu argumentieren, dass in den 4 Monaten seit dem letzten CT nicht so schnell was in den Knochen wachsen könnte, dass gleich die Rippe bricht. Und doch hatte ich keine Ahnung, was es sonst sein könnte. Muskelzerrung? Ich hatte nichts gemacht. In meinem Kopf lief alles drunter und drüber.

Heute morgen war ich so angespannt, dass ich schon geweint habe, als ich im CT lag. Ich war da schon überzeugt, dass das CT nur eine Formalität ist. Die Ärztin hat das natürlich gemerkt, und sie war sehr lieb. Und sie hat, glaube ich, so schnell wie noch nie diese Bilder ausgewertet.

Alles wie zuvor. Keine Veränderung. Kein Wachstum, keine vergrößerten Lymphknoten im Brustraum. Alles gut.

Nach während sie mir das sagte, war dann kein Halten mehr, und sie hat eine ganze Weile einfach nur ganz fest meine Hand gehalten, während ich schluchzend versuchte, das zu verstehen, was sie mir da gerade gesagt hatte.
Auf die Frage, warum mir dann meine Rippen weh täten, verzog sie etwas das Gesicht. Psychosomatisch, war dann die Antwort, im CT sieht sie jedenfalls nix. Oder Muskelzerrung? Auch das wäre möglich. Wenn es morgen weg ist, dann weiß ich, dass sie Recht hatte.

Ich bin dann völlig verheult aus der Praxis geflohen, habe liebe Leute angerufen und noch mehr geweint.

Jetzt ist Erleichterung da. Wenn die thorakalen Lymphknoten gut aussehen, dann ist die Wahrscheinlichkeit gut, dass auch der Rest OK ist. Aber freier atmen werde ich erst, wenn morgen MRT vom Abdomen und CT vom Becken auch gut aussehen.

Verkriechen

Das CT war leider auch der Meinung, dass mein Becken Strukturen enthält, die da nicht hingehören. Auch der Befund spricht von Metastasen, aber eigentlich passt das alles jetzt noch weniger zusammen als vorher. Alle Widersprüche sind noch da – und noch mehr.
Mein Becken zeigt zwei Sorten von Auffälligkeiten. Runde Strukturen, die aussehen wie Blasen im Knochen und etwas, das aussieht, als hätte man mit dem Salzstreuer auf das CT-Bild gestreut. Beides passt nicht wirklich zu dem, was das MRT gezeigt hat. Die blasigen Strukturen (3 Stück) sind groß, das eine Teilchen 1,8cm, die anderen über einen 1cm. Für 3 Monate Wachstum zu groß. Es ist glatt begrenzt, das seltsam ist für eine Metastase, und sie ist streng im Knochen, die Knochenhaut ist glatt, nicht zerfressen, nicht ausgebeult. Untypisch.
Das andere Gestreusel sieht eher aus wie Metastasen, doch mit der Struktur hätte man es im MRT vermutlich nicht gesehen. Das ist möglicherweise alt. Die Veränderungen am Knochen gehen ja nicht wieder zurück.

Leider gibt es kein Vergleichbild, das hätte vieles leichter gemacht. Um das Rätselraten zu beenden, wird gestanzt. An den einen Kuller kann man gut dran kommen am Beckenkamm, also wird unter CT-Kontrolle eine Probe genommen. Sonst werden wir vermutlich nie rauskriegen, was da wirklich abgeht oder abgegangen ist.

Die neue Arbeitshypothese lautet also – (neue) Knochenmetastasen, bis wir das Gegenteil beweisen können. Als ich meinen Professor fragte, was es sonst sein könnte, hat er keine Idee gehabt. Er ist kein Knochenspezialist, und ich bin froh, dass er das so gesagt hat. Mit der Biopsie werden wir dann schlauer sein.

Tja.

😦

Alle sind erstaunt, wie gefasst ich bin. Der Radiologe vom Becken-CT hätte da vermutlich eine andere Meinung, dem bin ich (verbal) ziemlich ins Gesicht gesprungen, weil er sich im Ton vergriffen hatte. Ich habe den „Informationen sammeln, Entscheidung treffen, neuen Weg einschlagen“ – Zustand erreicht, kopfkontrolliert, der meine Emotionen ganz gut in Schach hält. Ich kann mich einigermaßen konzentrieren, kann sogar recht gut schlafen – wobei das was von „Decke über den Kopf ziehen“ hat. Aber wenn es geht, nehme ich den Schlaf mit. Durchhänger habe ich natürlich, aber der emotionale Einschlag kommt dann später. Wie stark er ausfällt, hängt vor allem davon ab, was am Ende der ganzen Untersuchungen steht. Aber selbst wenn sich das noch alles in Luft auflösen sollte (was immer noch möglich, wenn auch unwahrscheinlich ist), selbst dann wird mich das noch lange beschäftigen.

Ich könnte so viel schreiben darüber, was wieder in meiner Umgebung los ist, was das mit meiner Familie, meinen Freunden macht. Mit mir. Aber selbst dieser Artikel hat mich irgendwie seltsam viel Überwindung gekostet. Auch mit meinem normalen Tagebuch geht es mir so. Vielleicht brauche ich gerade die Höhle zum Verkriechen.
Dennoch freue ich mich über Eure Kommentare und das Daumendrücken, und sage Euch an dieser Stelle einen lieben Dank dafür. Danke, Ihr seid toll! 🙂

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