So bald …

Ich wollte das nächste Staging nach der Urlaubsreise machen, aber noch im Urlaub, also Mitte Juli. Dann hätte ich endlich mal nicht das Problem, dass ich nach so einem Termin noch arbeiten muss, und die Reise würde mich sicher ablenken … Leider hat mir die Röntgenpraxis einen Strich durch die Rechnung gemacht, die sind in Urlaub. Und damit hatte ich (mal wieder) die Wahl zwischen Pest und Cholera – Anfang Juli vor dem Urlaub oder dann erst Mitte August (was auch nach dem Studienplan zu spät ist). Beides ist für meinen Job nicht optimal (und damit auch nicht für mich …)

Also Anfang Juli. So bald schon …

Gerade mal 10 Wochen Ruhe vor dem ganzen Sch…, ehe es wieder losgeht. Stimmt natürlich nicht, es sind drei Monate nach dem letzten Staging. Aber zwei Wochen sind mir in meiner „Zwischen-Staging-Entspannungsphase“ durch das unklare Ergebnis abhanden gekommen.

10 Wochen. So bald schon …

Nur so kurz, um wieder zu Atem zu kommen, um wieder Kraft zu sammeln für die nächste Runde. So sehe ich das mittlerweile, wie ein Boxkampf. *Gong* Wieder in den Ring, Jenneke! Zu kaputt? Egal, keine Wahl …

Die Termine stehen seit letzter Woche, aber ich habe mich sogar davor gedrückt diesen Artikel zu schreiben, weil ich einfach die Schnauze voll hatte und von Krebs und Terminen nichts mehr wissen wollte. Organisieren und dann vergessen. Fertig.

Leider wird das nicht funktionieren … Nächste Woche habe ich zwei Psych-Termine, einen letzten bei meiner alten Psychologin und den nächsten bei meiner neuen, Frau O. Ich weiß, es ist sinnvoll, das zu machen, aber im Augenblick möchte ich einfach meine Ruhe haben 😕

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Monotasking

Schleichend war es schlechter geworden, und irgendwie ist es auch schleichend wieder besser geworden, bis es jetzt fast gut ist. Meine Störfaktoren haben sich in der Tat mit der Zeit verflüchtigt: Sonne scheint (manchmal), mein Mann ist gesund und Knie wieder lauffähig.

Stimmung? Besser. Irgendwie. 😉

Aber wie ist das passiert? Einfach so? Oder habe ich was gemacht? Ich glaube, es fing an, sich zu ändern, als ich Kall’s Einwurf vom 26. Juli über die Zen-Weisheit gelesen habe:

Wenn ich hungrig bin, esse ich, wenn ich müde bin, schlafe ich.

Klingt einfach. Ist es aber für mich nicht, denn es bedeutet, nur eine Sache zu machen, essen, schlafen, schreiben, surfen, lesen, was auch immer. Aber nur eines, und das dann auch bewusst. Das, was man tut, wirklich zu erleben. Im Jetzt zu sein.

Puh.

Zeit ist für mich etwas sehr Kostbares, ich will sie gut nutzen, nicht umsonst heißt mein Blog so. Also Multitasking: Musik hören beim Lesen, Essen beim Surfen, Twittern beim Gymnastik machen, Fotos bearbeiten beim Telefonieren … alles ganz normal.
Die Zen-Weisheit brauchte etwas, ehe sie in meinen Kopf einsank. Doch der Spruch klebte in meinen Gedanken, kam immer wieder. Irgendwann merkte ich, dass ich vielfach alles gleichzeitig mache, aber nichts richtig. Und dass ich dann an all diesen Sachen keinen Spaß hatte.

Ich habe also versucht, mich an diese Weisheit zu halten. Nur eines tun. Es bewusst machen. Essen, wenn ich esse. Und nicht zu Lesen, nicht zu rätseln, nicht zu telefonieren. Nur Essen. Malen, wenn ich male und nicht gleichzeitig noch DVD gucken.
Natürlich ging das nicht immer, die alten Gewohnheiten sind stark. Und mich für eine Sache entscheiden zu müssen, ist nicht so einfach, denn natürlich fällt dann was hinten runter. Aber es gelingt mit ab und an.

Und es fühlt ich gut an. 🙂

Mag ich auf einmal das Laufen so gerne, weil ich da nur das tue – Laufen? War ich deshalb so angenervt, weil ich das nicht konnte? Weil mir diese Auszeit von „alles gleichzeitig“ fehlte?

Wenn ich laufe, dann laufe ich. Kein Telefon, kein Internet, keine Musik, keine Menschen, keine Arbeit, keine Ansprüche.
Nur Laufen. Und meine Gedanken laufen mit, eilen hier hin und dort hin, und wenn sie zurück kommen, bringen manchmal interessante Freunde mit.

So wie die Erkenntnis, dass die Besserung mit diesem Spruch angefangen hat.