öffentlich …

Noch so ein guter Tag!

Ich habe heute die Hintergrundseiten vollends gefüllt (bis auf die aktuelle Therapie) und mich entschlossen, öffentlich zu werden. Irgendwie gehe ich doch immer wieder zu den anderen Blogs, irgendwie ist es doch nett, dort zu lesen. Ich möchte da doch mitmischen. Vielleicht kann ich doch was geben.

Und noch etwas – Montag und Dienstag ist das nächste Staging, und es geht mir gut damit. Ich bin zuversichtlich.

Das Leben ist schön. 😀

Manchmal muss das alles irgendwo hin …

Elendes Schwanken immer.
Gestern dachte ich noch, ich möchte mich nicht mit anderen Krebskranken beschäftigen. Aber so sicher bin ich mir heute nicht mehr. Schon vor heute hatte ich immer mal den Gedanken, dass ich niemanden habe, mit dem ich richtig über dieses Thema sprechen kann. Vielleicht täusche ich mich auch, aber ich habe oft das Gefühl, ich möchte mit Familie und Freunden nicht darüber sprechen, weil es sie belastet. Das tut es ohnehin, aber wenn ich dann von meinen Ängsten anfange, die ich habe, dann ist es für alle schwieriger, damit umzugehen.
In Gesprächen bin meistens ich diejenige, die andere aufbaut, ihnen Mut macht. Normalerweise habe ich auch diese Zuversicht, diese positive Einstellung.

Aber manchmal auch nicht. Manchmal ist da nur Angst. Manchmal muss das alles irgendwo hin, und ich habe das Gefühl, ich kann es nirgends lassen.
Bisher habe ich das immer mit mir selbst ausgemacht, mit mir und meinem Tagebuch, jetzt auch mit diesem Blog. Aber reicht das? Reicht das auf Dauer? Ich weiß es nicht.
Der emotionale Ausbruch an Weihnachten hat es doch eigentlich gezeigt, dass es nicht reicht, oder?

Und dann ist da gleich wieder der Gedanke – es kann doch eh keiner was machen. Warum den anderen auch noch das Leben schwer machen? Reicht doch, wenn ich grübele.
Und doch wünsche ich mir manchmal, mit Leuten zu sprechen, die in der gleichen Situation sind oder waren. Mit jemandem, der das wirklich verstehen kann.
Wahrscheinlich tue ich meiner Familie und meinen Freunden Unrecht, wenn ich meine, sie verstehen mich nicht. Können sie aber auch nicht. Wie auch? Sie sind nicht in meiner Situation.

Diejenige, die es am häuftigsten abkriegt, ist meine Freundin Sonja. Und immer habe ich dabei ein schlechtes Gewissen. Denn sie hat selbst so viel zu tragen, weil ihre Mutter vor ein paar Monaten gestorben ist. Wie gerne würde ich ihr dabei helfen, das zu verarbeiten, das zu verstehen. Wir sprechen manchmal darüber, aber vielleicht nicht genug. Ob sie auch manchmal denkt, sie mag es mir nicht aufdrücken, weil ich selbst den Rucksack mit der Krankheit voll habe? Ich werde sie das fragen müssen …