Staging 10/2013 – MRT Abdomen

Mit dem Abdomen ist alles gut. Überhaupt ist alles gut, was das MRT sieht. Nur die eine Stelle nicht. Da steht das böse Wort „progredient“. Das Wort, das einem den Boden unter den Füßen wegzieht 😦

Nach den ersten Schockminuten, die ich stocksteif auf meinem Bett gelegen habe, kam die Wut. Und die Unverständnis. Ich komme mir vor, wie in einem schlechten Film. Ich habe gerade die Posts von April 2013 gelesen (und selbst die hießen schon Déjà Vu wegen August 2012), und ich könnte das hier alles reinkopieren. Alles gut, bis auf eine Stelle im Becken. Allerdings geht es dieses Mal um eine andere Stelle. Im April war es „eine Größenzunahme im linksseitigen Umfang des Sakrums“ (was dann von einer anderen Radiologin nicht bestätigt wurde), dieses Mal heißt es „Progredienz der ossären Metastasierung mit Größenzunahme in der rechten Darmbeinschaufel und am Os sakrum“, während linkseitig unverändert ist. Allerdings ist dieses Mal die Formulierung genauer (mit Angabe der Größenzunahme von 9mm auf 15mm).

Wer soll da noch durchsteigen? Alle Weichteile, inklusive der Lymphknoten, sind OK. Das CT ist OK. Das Blut ist OK.
Nur das verdammte Kreuzbein immer. Das Teil, an dem die Osteopathin seit März rummacht. Das Teil, das die letzten drei Wochen 6 Termine Krankengymnastik hatte, weil mir der Ischias weh tat (links, nicht rechts, wo es jetzt progredient sein soll).

Ich bin einfach nur sauer. Ich habe mir nichts weiter gewünscht, als wieder ein paar Monate Ruhe zu haben. Ich habe so viele schöne Dinge vor im November, das steht jetzt alles in den Sternen, weil ich weiß, dass es mir schwer fallen wird, mich drauf einzulassen. Wir haben viel zu tun im Job bis Ende Januar, darauf wollte ich mich konzentrieren, der Urlaub ist gebucht für Februar. Es wäre eine perfekte Zeit gewesen bis zum nächsten Staging im März.

Aber so ist es nicht.
Es ist wieder alles offen, zerrt an den Nerven. Ich bin wütend. Geheult habe ich erst, nachdem ich mit meinem Mann gesprochen habe. Es ist so Scheiße, immer anderen weh tun zu müssen mit diesen verfluchten Nachrichten. Jetzt heule ich nicht mehr, jetzt bin ich wieder wütend.

Ich mag nicht mehr. Dieser Gedanke war auch da. Aber ich habe nur dieses eine Leben, und ich muss es nehmen wie es kommt. Und das tue ich auch. Da kann das Kreuzbein machen, was es will.

Basta.

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