Staging 05/2012 (CT und MRT)

Montag:
Mehr schlecht als recht ist das Wochenende rum gegangen. Es ist so ätzend, morgens aufzuwachen und fast augenblicklich krampft sich der Magen zusammen.
Hingefahren, im Stau gestanden, gerade noch rechtzeitig gekommen, sofort dran gekommen.
Dann warten. Warten.
Warten.
Das Gespräch dann war eher kurz – alles unverändert. Alles gut. 😀

Die Ärztin wusste sogar noch, dass ich nach dem letzten Mal in Urlaub gefahren bin und fragte, wie es gewesen sei. Wir sprachen dann noch kurz über den emotionalen Stress, den das immer macht und sie sagte, nach 10 Jahren wird das wohl mal besser. Bei mir nicht, sagte ich dann, wo doch nach 8,5 Jahren die Metastasen gekommen waren. Das musste sie dann zugeben, dass ich die Ängste wohl nie los werde.
Nee, sicher nicht. Aber mich hat ihr spontaner Spruch trotzdem gefreut, war er doch für mich ein Signal – sie hält es für möglich, dass es noch ein paar Jahre so weiter geht. Ich habe nichts dagegen 🙂

Dienstag:
Ich hatte wieder die übliche Diskussion mit den Damen am Empfang wegen des Faxen des Berichts. Sie weigerten sich, das zu machen, es sei ihnen vom Chef verboten worden. Man wisse ja schließlich nicht, wer am anderen Ende das Fax in Empfang nehmen würde. Ich hatte ein Vollmacht mitgebracht, extra für den Befund, unterzeichnet von mir und mit der Faxnummer. Und doch wollten sie es nicht tun.
Boh, ich hatte einen so dicken Hals, ich hätte fast nicht in die Röhre gepasst! Dazu werde ich dem Chef der Praxis einen Brief schreiben, ich finde, das geht so nicht.

Den Befund jedenfalls kriegte ich dann heute von meiner onkologischen Praxis, ich hatte sie gebeten, mir den gleich weiterzuleiten, wenn sie ihn bekommen.

Alles gut, auch hier. 😀 Uff. Und sogar ist noch eine der Läsionen in der Leber nicht mehr auffindbar. Hah, die will ich auch nicht wieder haben!

Einen Besprechungstermin wird es mit Professor Koryphäe dieses Mal nicht geben, er ist unterwegs. Und glücklicherweise gibt es ja auch nichts zu besprechen 😀

So allmählich nimmt die eine Aufregung wieder ab und die andere kommt. Aber dazu nachher mehr. Wenn ich noch den Nerv habe …

Werbeanzeigen

Eine Sorge nach der anderen …

… löst sich in Luft auf.

Professor Koryphäe ist zufrieden mit den Ergebnissen, keine Neubildungen, alles andere klein und nicht wachsend. Patientin gut drauf. Prima. 🙂

Etwas länger haben wir uns über meine Leberwerte unterhalten. GGT, GOT und GPT sind erhöht, die letzten beiden 1,5fach, der erste 3fach. Ich finde das unschön, sieht es doch immer so aus, meiner Leber ginge es nicht gut. Das ist gerade dann ein doofes Gefühl, wenn man zum MRT muss … Aber Professor Koryphäe sieht das entspannt. Werte, die bei Zellabbau in der Leber erhöht sind, sind Bilirubin und LDH. Beides ist bei mir in Ordnung, also sieht er da keine Gefahr derzeit.
Die Erhöhung der Werte kommt vom Falsodex. Aber nicht mal von dem Medikament selbst, es sind die Zusatzstoffe, an der die Leber zu arbeiten hat: Rizinusöl und Benzylbenzoat. Wenn das also aus dem Ruder laufen sollte, ist klar, was wir tun werden: die antihormonelle Therapie mit einem anderen Präparat fortsetzen. Dann würde ich zwar aus der Studie fallen, aber die Leber geht da vor 😉
Derzeit ist das aber nicht nötig. Und da ich das Faslodex sonst gut vertrage, bleibt es erstmal dabei und ich versuche, nicht über die Werte nachzudenken.

Den Rest der Zeit haben wir ausgezirkelt, welches Anti-Thrombose-Medikament ich nehmen muss, damit ich mir nicht auf der Flugzeugtoilette in zigtausend Metern Höhe eine Spritze reinjubeln muss. Jetzt ist der Plan fertig, ich kann die Spritzen in den Koffer packen und brauche sie nicht im Handgepäck. Wieder eine Sorge weniger 😀

Staging 01/2012 (CT und MRT)

Montag:
Heute morgen war das CT vom Thorax. Ich habe lange, lange gesessen, ehe ich in die Besprechung konnte, und das tat mir nicht gut. Ich hatte Mühe, meine Gedanken im Zaum zu halten. Auf Anregung meiner Psychologin hatte ich ein Heft über Neuseeland mit, darin habe ich auch geblättert, viel verstanden von dem Text habe ich nicht. Aber das war eh nicht Sinn der Sache.
Als ich dann rein konnte, hat die Ärztin sofort gesagt: „Keine Änderung, sieht aus wie beim letzten Mal.“

Sehr gut. 🙂
Das erste, was ich sagte war: „Dann kann ich ja beruhigt in den Urlaub fahren.“

Morgen dann das MRT, Freitag die übliche Besprechung mit Professor Koryphäe, später am Tag noch einen Termin bei der Psychologin, der letzte vor dem Urlaub.

Dienstag:
Nach den Erfahrungen im Oktober, als mir die Praxis meinen eigenen Befund verweigert hat, habe ich dieses Mal gleich eine Vollmacht mitgenommen, damit sie keine Entschuldigung haben, mir den Befund nicht zu faxen. Und was ist passiert? Nix. Also muss ich da morgen wieder hinterher jagen.

Erst habe ich keinen erreicht, dann habe ich bei meinem Onkologen angerufen. Die hatten auch noch kein Ergebnis. Also wieder die MRT-Praxis angerufen, und noch während ich in der Warteschleife war, klingelte mein Fax.

Der Befund. Alles wie beim letzten Mal 🙂

Für die Gespräche am Freitag mache ich dann extra was.

Staging 10/2011 (CT und MRT)

Montag:
Kam eine halbe Stunde zu spät, Stau wo sonst keiner ist. So aufgedreht war ich schon lange nicht mehr. Da will ich es nur hinter mir haben, und die Leute um einen fahren wie die Bekloppten. Ätzend.

Also warten in der Praxis, ehe ich drankommen kann, warten auf das Ergebnis. Hilusständigen LK wieder etwas kleiner, sonst alles beim Alten.

Alles gut.

Nur Freude ist da derzeit noch nicht, bin noch zu … weiß auch nicht. Dieses Mal war’s kurz aber heftig, die Entwarnung braucht noch Zeit, einzusacken. Über ein paar Dinge muss ich da noch nachdenken …

Wie geht es weiter? Morgen MRT (Abdomen), Freitag dann Besprechung im Studientermin mit Professor Koryphäe. Da hat sich wieder ein Fragenkatalog angesammelt.

Dienstag:
Normalerweise bekomme ich den Befund vom MRT am gleichen Tag. Gestern nicht. Also rief ich heute morgen an, und die Dame am Telefon hatte tatsächlich die Nerven, mir zu sagen, dass ich den Befund nicht kriege! Wegen Schweigepflicht und so. Bitte? Schweigepflicht gegen den Patienten? Ich kriege meine eigenen Untersuchungsergebnisse nicht? Das ist doch lächerlich!
Wir haben uns dann drauf geeinigt, dass ich denen faxe, dass ich das haben will. Ich war ja ziemlich sicher, dass das MRT gut aussieht, aber wissen tut man es nicht. Und so schmorte ich noch eine Weile vor mich hin. Ätzend!
Aber dann kam das Fax, eben gerade.

Alles unverändert. 🙂

Aber hätte das jetzt echt sein müssen? Ich nehme nächstes Mal gleich so ein Schreiben mit, ist schon klar, aber vorher haben sie da nie rumgezickt. Das sorgte nicht gerade für Erheiterung meinerseits.

Für mein Gespräch am Freitag wird’s extra einen Post geben, schätze ich.

Staging 07/2011 (CT und MRT)

Montag:
Heute morgen war das CT vom Thorax. Ich hatte heute einen anderen Arzt, meine Ärztin ist in Urlaub. Er hat sich richtig, richtig Zeit gelassen, sich alles anzusehen. Und dann die Erlösung: die Strukturen sind etwas kleiner geworden, keine Neubildungen.

Alles gut. :D

Den Befund habe ich noch nicht bekommen, aber da macht nichts, da ich ja die Besprechung hatte. Morgen dann das MRT, aber davor habe ich jetzt wenig Angst. Bisher war es so, dass auf ein gutes CT ein gutes MRT folgte. Aber so richtig entspannen werde ich erst nach dem Besprechungstermin mit Professor Koryphäe am Freitag.
Bis auf den Durchhänger vor zwei Wochen ging es mir vor der Untersuchung gut. Bis gestern Abend, da schlug es dann wieder zu. So ist es halt. Schafen tue ich dann heute 😉
Der Post heißt Juli 2011, weil ich eine Woche vorgezogen habe. Laut Studienplan wären die Untersuchungen zum 1. Juli fällig geworden. Aber da habe ich was Besseres zu tun – in Urlaub fliegen 😀

Dienstag:
Das MRT war entspannt, bin gleich dran gekommen, nur dauerte es etwas, bis ich die CD mit den Bildern kriegte. Gerade rechtzeitig, ehe meine Parkscheibe ablief.
Das Ergebnis kam gerade per Fax – eine Seite, die bestätigt, dass alles so ist wie beim letzten Mal.
Sehr schön 🙂

Freitag:
Professor Koryphäe war zufrieden, lobte mein Joggen und dann sprachen wir nur noch über den Urlaub. Zunächst noch aus medizinischer Sicht (er hat mir jetzt Clexane verschrieben zur Antithrombose beim Flug). Als das geklärt war, ging es nur noch darum, was wir da machen. Es machte ihm sichtlich Spaß, auch mal solche Themen mit seinen Krebspatientinnen zu diskutieren.
Und mir erst 😀