Verschlafenes Fest

Was wollte ich nicht alles machen … normalerweise bin ich immer als erste auf gewesen, während die liebe Familie noch schlief. Aber nicht dieses Jahr, da habe ich jetzt schon den zweiten Tag bis 10 Uhr geschlafen 🙂 Meine Weihnachtspost ist noch lange nicht fertig, aber dann ist das halt so. Ich übe ich im Entspannen, und offenbar funktioniert das gerade gut 😀

Ich wünsche Euch und Euren Lieben ein geruhsames Fest (was noch davon übrig ist) und schöne Tage am Jahresende. Habt einen guten Rutsch in 2013 – möge es ein gutes Jahr werden!

Wochenende – Ohne Worte

Monotasking

Schleichend war es schlechter geworden, und irgendwie ist es auch schleichend wieder besser geworden, bis es jetzt fast gut ist. Meine Störfaktoren haben sich in der Tat mit der Zeit verflüchtigt: Sonne scheint (manchmal), mein Mann ist gesund und Knie wieder lauffähig.

Stimmung? Besser. Irgendwie. 😉

Aber wie ist das passiert? Einfach so? Oder habe ich was gemacht? Ich glaube, es fing an, sich zu ändern, als ich Kall’s Einwurf vom 26. Juli über die Zen-Weisheit gelesen habe:

Wenn ich hungrig bin, esse ich, wenn ich müde bin, schlafe ich.

Klingt einfach. Ist es aber für mich nicht, denn es bedeutet, nur eine Sache zu machen, essen, schlafen, schreiben, surfen, lesen, was auch immer. Aber nur eines, und das dann auch bewusst. Das, was man tut, wirklich zu erleben. Im Jetzt zu sein.

Puh.

Zeit ist für mich etwas sehr Kostbares, ich will sie gut nutzen, nicht umsonst heißt mein Blog so. Also Multitasking: Musik hören beim Lesen, Essen beim Surfen, Twittern beim Gymnastik machen, Fotos bearbeiten beim Telefonieren … alles ganz normal.
Die Zen-Weisheit brauchte etwas, ehe sie in meinen Kopf einsank. Doch der Spruch klebte in meinen Gedanken, kam immer wieder. Irgendwann merkte ich, dass ich vielfach alles gleichzeitig mache, aber nichts richtig. Und dass ich dann an all diesen Sachen keinen Spaß hatte.

Ich habe also versucht, mich an diese Weisheit zu halten. Nur eines tun. Es bewusst machen. Essen, wenn ich esse. Und nicht zu Lesen, nicht zu rätseln, nicht zu telefonieren. Nur Essen. Malen, wenn ich male und nicht gleichzeitig noch DVD gucken.
Natürlich ging das nicht immer, die alten Gewohnheiten sind stark. Und mich für eine Sache entscheiden zu müssen, ist nicht so einfach, denn natürlich fällt dann was hinten runter. Aber es gelingt mit ab und an.

Und es fühlt ich gut an. 🙂

Mag ich auf einmal das Laufen so gerne, weil ich da nur das tue – Laufen? War ich deshalb so angenervt, weil ich das nicht konnte? Weil mir diese Auszeit von „alles gleichzeitig“ fehlte?

Wenn ich laufe, dann laufe ich. Kein Telefon, kein Internet, keine Musik, keine Menschen, keine Arbeit, keine Ansprüche.
Nur Laufen. Und meine Gedanken laufen mit, eilen hier hin und dort hin, und wenn sie zurück kommen, bringen manchmal interessante Freunde mit.

So wie die Erkenntnis, dass die Besserung mit diesem Spruch angefangen hat.