Nebenwirkungen

Ich bin jemand, die sich immer gerne über alles informiert. Das tue ich natürlich mit den Nebenwirkungen meiner Therapie auch. Aber ich versuche auch, Dinge nicht überzubewerten, die vielleicht gar keine Nebenwirkung sind. Daher führe ich hier nur auf, was ich als gravierend empfinde und sich eindeutig der Therapie zuordnen lässt.
Das hier ist eine dynamische Seite, das wird sich wahrscheinlich im Laufe der Zeit verändern (hat es schon seit das im August losging). Das ist der Stand Februar 2011:

  • Schlafprobleme
    Das steht oben, weil es mich am meisten belastet. Ich erlebe zwei Sorten von Schlafstörungen. Manchmal schlafe ich nicht ein, kann dann aber fünf Stunden am Stück schlafen. Dann wieder schlafe ich schnell ein, bin dann aber alle zwei Stunden wach. Beides ist auf seine Art nervig, wobei das Einschlafen das größere Problem ist. Ich kann auch totmüde auf dem Sessel pennen und nach zehn Schritten zum Bett wieder so wach sein, dass ich nicht einschlafe.
    Was tue ich? Vor allem nicht darüber aufregen, weil ich sonst gar nicht zur Ruhe komme. An etwas Schönes Denken. Da ich gerne schreibe, denke ich oft über meine Figuren nach. Wenn ich nach einer halben Stunde nicht eingeschlafen bin, stehe ich wieder auf, setze mich vor den Rechner oder sehe fern.
  • Hitzewallungen
    Mal mehr, mal weniger in der Zahl, mal nur leicht, dann wieder heftig. Alles möglich, alles kommt vor. An einem normalen Tag sind es etwa drei bis vier Hitzewallungen. Wenn mich etwas aufregt oder ich aufgeregt bin, kommt die Hitze eher.
    Was tue ich? Die beste Methode ist für mich ein Fächer aus dem Chinaladen, der ist leicht und macht gut Wind. Sport scheint auch zu helfen, an Tage, wo ich durch Sport schwitze, schwitze ich durch die Hitzewallungen weniger.
  • Kopfschmerzen
    Ich neige schon immer zu Kopfschmerzen, die durch Hormonschwankungen ausgelöst werden. Und so habe ich auch regelmäßig das „Vergnügen“, nachdem ich die Faslodex-Spritze bekommen habe. Es dauert etwa 24 Stunden, dann sind sie da.
    Was tue ich? Selbstmedikation mit Ibuprofen bringt meistens nichts, der Arzt hat mir jetzt Novalgin aufgeschrieben, das wirkt etwas besser aber auch nicht immer. Also – eine Ruhetag einlegen, dann ist es am nächsten Tag wieder gut.
  • Trockenheit der Schleimhäute / Haut
    Insgesamt ist der Feuchtigkeitsgehalt weniger geworden. Meine Mundwinkel sind häufig so spröde, dass Gähnen oder zu beherztes Abbeißen reicht, dass sie einreißen. Dann hilft nur Wundsalbe und immer schön cremen, dann ist das nach ein paar Tagen wieder gut.
    Die Trockenheit betrifft natürlich auch den Intimbereich. Hier gleicht dann eine Gleitcreme die fehlende Feuchtigkeit aus. Die Frauenärztin empfahl mir auch eine Creme, um der Austrocknung vorzubeugen.
    Glücklicherweise betrifft es unter dieser Therapie nicht so sehr Mund und Rachen. Beim letzten Mal hat das Schnarchen meinen Mann fast in den Wahnsinn getrieben 😉
  • Gewichtszunahme
    Ich habe etwas gezögert, das hier aufzunehmen, denn ich bin ein Stressesser. Das Wiederauftreten meiner Krankheit hat Stress erzeugt, also habe ich mehr gegessen. Die Heißhungerattacken hatte ich allerdings vorher so nicht.
    Was tue ich? Jetzt, wo sich die Krankheit stabilisiert hat, schreibe ich mir auf, was ich esse. Die Liste reicht dann meist schon, um mich abends etwas zurück zu nehmen.

Das sieht nach einer langen Liste aus. Aber mir geht es körperlich so gut wie schon lange nicht mehr, weil ich jetzt regelmäßig Sport mache. Und erstaunlicherweise bin ich trotz der Schlafprobleme nicht übermäßig müde. Ich merke das manchmal, aber richtig dramatisch war es selten.

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