EFT – Emotional Freedom Technique

Eigentlich hatte ich nach Akupressur als Ergänzung zu den konventionellen Schmerzmitteln geschaut, bin dann aber bei einem Buch namens „Klopfen befreit“ von Susanne Marx gelandet. Diese Klopfakupressur basiert auf der Traditionellen Chinesischen Medizin und soll wahre Wunder wirken, wenn es darum geht, unerwünschte Zustände des Körpers (so wie Schmerz, aber auch jegliche andere Krankheit oder auch z.B. Höhenangst) zu behandeln. Man kann es selbst machen, keine Nebenwirkungen. Ich war, gelinde ausgedrückt, etwas skeptisch.

Aber ich habe das Buch gekauft und zu lesen angefangen. Klang alles ganz logisch, die Erfolge mancher Menschen damit phänomenal. Zu dem Zeitpunkt, wo ich mit EFT dann angefangen habe, war ich der Verzweiflung nahe: Tramadol, immerhin eine Opiat-Vorstufe, zeigte keinerlei Wirkung auf meine Schmerzzustände, obwohl ich schon mehr genommen habe, als ich sollte (aber nicht mehr als in der Packungsbeilage). Auch in Kombination mit Novalgin, kein Erfolg. Mit dem Tramadol wurden meine Schlafstörungen eher noch mehr, und die Nebenwirkung (Verstopfung der übelstens Art) war nicht mehr feierlich.

Also habe ich Tramadol abgesetzt und mit EFT angefangen. Das war ein Donnerstag. Nach einer noch ätzenderen Nacht voller Unruhe (Entzug vom Tramadol?) wurde es dann zum Wochenende hin spürbar besser. Nicht gut, aber besser.

In der Folge kriegte ich dann Diclophenac, um den Reizzustand meiner Nerven zu beruhigen. Das nahm ich, klopfte weiter. Das schien auch zu funktionieren, es wurde immer ein bisschen besser. Eine schmerzstillende Wirkung hatte ich von Diclo allerdings auch nicht. Weihnachten war so ganz OK, vor Silvester wurde es dann wieder deutlich schlechter nach einer Physiotherapie-Sitzung, die alles wieder aufgerührt hat.

Da hatte ich mich aber schon entschlossen, das nächste EFT-Buch zu lesen: „Schmerz lass nach“ von Reto Wyss. Das halbe Buch beschreibt die Wirkungsweise, und das sehr eindrücklich (auch im Bezug auf „was macht Schmerz mit dem Körper“). Ich habe dann auch das Diclo abgesetzt (die 14 Tage, die in der Packung standen waren erreicht).
Reta Wyss‘ Ansichten darüber, was Schmerz verursacht, sind noch etwas „extremer“ als ich das im anderen Buch gelesen hatte. Alles basiert auf Energie, und Schmerz kommt durch Stress, in welcher Form auch immer der auftritt. Seine Meinung. Das schöne an EFT ist allerdings, dass es auch wirkt, selbst wenn man nicht daran glaubt 😉

Das Buch beschreibt ein 21-Tage Programm „Schmerz lass nach“. Diese 21 Tage sind in 6 Abschnitte aufgeteilt.

  1. Die Schmerzgestalt behandeln – zielt auf den körperlichen Schmerz.
  2. Die emotionalen Schmerzen behandeln – jedes chronische Schmerzsyndrom hat auch eine emotionale Belastung
  3. Das Trauma der Diagnose behandeln – die Erkenntnis, chronisch krank zu sein (also unheilbar), macht Stress
  4. Überzeugungen behandeln, die einer Heilung entgegen stehen – unser Unterbewusstsein tut so manches seltsame Ding, auch an Schmerzen festhalten
  5. Schmerzen aus der Vergangenheit heilen – chronische Schmerzen kommen ja nicht aus dem Nichts
  6. Hinderliche Lebenswahrheiten auflösen – auch hier wieder ein Part des Unterbewusstseins, der stressfreies Leben verhindert

Ich bin gespannt, was es bringt. Ich werde berichten.

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1 Kommentar

  1. sue said,

    10. Januar 2014 um 23:38

    Klingt spannend und ich bin auf Deinen Bericht gespannt. Ich wünsche Dir viel Erfolg.

    lg sue