Jahresbeginn …

Ich habe lange keinen Blogeintrag gemacht, und so sieht es auch in meinem Papier-Tagebuch aus. Ich mag mich gerade nicht mit Krebs beschäftigen, vielleicht auch gerade deshalb, weil es mir körperlich nicht gut geht. Solange ich nicht auch noch an den Krebs denke, ist da keine Verbindung, denn die könnte ich nur schwer ertragen.
Die letzten Monate haben mir sehr zu schaffen gemacht. Die Nervenschmerzen im Becken sind immer noch da, mal mehr, mal weniger, mal hier (am Ischias), dann da (im Schambereich) oder dort (Po außen) oder alles gleichzeitig. Die diversen Ladies (Hausärztin, Osteophatin, Krankengymnastin) kommen alle zu dem gleichen Schluss – die Muskeln, Sehnen und Bänder in meinem Becken sind eine einzige Verspannung. 11 Jahre lang hat mein Körper gut geschluckt, dass ihm mit dem einen Bauchmuskel ein wichtiger Part für die Balance fehlt, jetzt kann er das offenbar nicht mehr verkraften, ohne dass ich Schmerzen an diversen Stellen habe.

Da geht es mir krebstechnisch gut, könnte ich leben, alles genießen und überhaupt glücklich sein. Und doch geht es mir so schlecht wie lange nicht. Die längste Schlafdauer am Stück im Dezember waren ein Mal (!) fünf Stunden. Sonst bin ich jede Nacht im 30-60 Minutentackt wach, weil ich Schmerzen habe. Solange ich auf den Beinen bin, geht es, aber hinsetzen oder hinlegen ist nicht drin. Autofahren ist derzeit die Hölle. Ich habe mittlerweile vier Schmerzmittel durch, einschließlich Tramadol, und keines kann die Schmerzen in den Griff kriegen. Auch nicht in Kombination. Ich bin im höchsten Grade genervt.

Und das ist ein Teil des Problems. Diese ganze Situation stresst mich, ich kann nicht sitzen, nicht schlafen, kann nicht konzentriert arbeiten und – das ist vielleicht das Schlimmste – dieser Mist wird mir im Urlaub Probleme machen. Gut vier Wochen noch … das scheint lang, aber wenn man bedenkt, dass ich schon seit Ende August mit dem Mist befasst bin, ist das erschreckend kurz. 36 Stunden Reisezeit, davon 24 in einem Flieger, viel Autofahren. Und sitze hier mit Angst vor meinem Traumurlaub, weil ich fürchte, dass ich es nicht werde genießen können. 😦

Da mir die Nebenwirkungen zu sehr zugesetzt haben, habe ich alle Medikamente abgesetzt. Brachten ja auch eh nichts. Meine Hoffnung ruht jetzt auf einer Technik namens EFT – Emotional Freedom Technique. Das ist eine Klopfakupressur, die auf traditioneller chinesischer Medizin basiert. Das Ziel ist, den emotionalen Teil des Schmerzes (in diesem Fall die Stressreaktion) zu beheben, damit der Körper die Möglichkeit bekommt, sich selbst zu helfen. Das erste Buch zum Thema hat mir schon viel beigebracht und mir auch geholfen, jetzt lese ich das zweite (mit Schwerpunkt Schmerz) und hoffe, dass ich zu den 80% gehöre, bei denen die Technik anschlägt. Auch hier wieder liegt der Fokus auf dem Thema Stress. Leider hilft da der Diagnose-Jahrestag (12 Jahre!) und die bevorstehende Mammographie nächste Woche nicht gerade, entspannt zu sein.

Ich habe jetzt das 21-Tage-Schmerz lass nach-Programm angefangen, und vielleicht berichte ich noch darüber, wie es so läuft.

Das Jahr ist noch jung, und so kann ich Euch noch
alle guten Wünsche für das Neue Jahr mitgeben!
Möge 2014 ein gesundes und entspanntes Jahr werden!

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3 Kommentare

  1. sue said,

    9. Januar 2014 um 19:13

    ich wünsche Dir ein schnelle Nachlassen der Schmerzen und drücke die Daumen, dass das Programm bis zum Urlaub voll anschlägt.

    lieben gruss
    sue

  2. sakarinevada said,

    12. Januar 2014 um 06:53

    Ich hoffe mit Dir, dass diese Technik anschlägt, und Du Deinen Traumurlaub geniessen kannst.

    Sei mal ganz lieb gedrückt
    Ursula

  3. Wolfgang said,

    12. Januar 2014 um 21:02

    Liebe Jenneke,

    ich wünsche Dir auch, daß das Programm den gewünschten Erfolg zeigt. Hab Mut!

    Alles Liebe,
    Wolfgang