Grummelbrummel

Ich bin unzufrieden und grummelig und ärgere mich darüber, dass es so ist, weil ich doch eigentlich gar keinen richtigen Grund dazu habe. Ich bin noch etliche Wochen vom nächsten Staging weg, also wieso geht es mir nicht gut? Wieso genieße ich die Zeit nicht?

Eigentlich ist doch gar nichts. Aber viele Kleinigkeiten häufen sich dann doch zu Stress auf. Wieder mehr Dienstreisen (wollte ich doch so, aber die Zeit fehlt), neuer Job (so viel neu und spannend, dafür habe ich für gekämpft, aber das ist anstrengend), habe die Probezeit überstanden (juchee!), blöde Grippewelle habe ich überlebt (hatte doch nur fünf Tage Fieber, was soll’s …), ich schlafe meistens gut (werde nur morgens nicht recht wach derzeit), die manuelle Therapie tut mir gut (eigentlich eher die Übungen, die ich machen soll, aber egal), nur noch ein paar Tage, dann fahren wir wieder in Urlaub (es ist noch nichts gepackt, aber das Wochenende kommt ja noch), die Mammographie war in Ordnung (nur das Warten auf den Befund war wieder schrecklich), die ständigen Arzttermine nerven (wie soll man da konzentriert arbeiten, wenn man ständig irgendwo hin muss?), mit meinen Büchern (über Gedankenkreisel und das Schlafen) komme ich nicht weiter (keine Ruhe fürs Lesen), kriege abends nicht auf die Reihe (sind halt anstrengende Tage), die Wochen fliegen vorbei …

Eigentlich alles gut.

Und doch auch nicht. Ich kann es nicht recht greifen. Ich habe das Gefühl, mir fehlt Zeit und Ruhe, und verstehe es nicht wirklich, weil ich eigentlich Zeit habe und mir Ruhe nehmen könnte. Viel vom Stress mache ich mir selbst und komme doch nicht weg davon. Müsste mehr nachdenken, wieder mehr in mir selbst ruhen, aber ich bin zu unstet. Mir fehlt das Laufen, musste Pause machen wegen Grippe und kalt ist es außerdem, aber vielleicht ist das auch nur eine Ausrede, nicht denken zu müssen, wenn die Beine still stehen …

Ich baue auf den Urlaub zum Stressabbau und vielleicht auch auf ein bisschen Selbst(zurück)findung. Hoffentlich …

8 Kommentare

  1. sakarinevada said,

    21. Februar 2013 um 05:09

    Liebe Jenneke, Du brauchst schlicht und einfach Urlaub. Die letzten Monate hatten es wohl in sich, und jetzt brauchst Du einfach mal Abstand vom hektischen Alltag.

    Die Koffer sind dann mal ganz schnell gepackt. Geniesse den anstehenden Urlaub, und verwöhn Dich einfach selber.

    Und Gratualtion für die überstandene Probezeit im neuen Job.

    Sei lieb gegrüsst
    Ursula

    • 22. Februar 2013 um 21:16

      Danke, liebe Ursula, es ist alles gepackt, morgen geht es los. Ich freue mich, endlich wieder raus zu kommen. Irgendwie ist das Auftanken mittlerweile häufiger nötig. Nun denn, so ist es halt.
      Liebe Grüße! Jenneke

  2. KiwiGirl73 said,

    21. Februar 2013 um 23:54

    Ich schliesse mich der Vor-Kommentatorin an. So ein Urlaub kann wahre Wunder wirken, das habe ich vor 2 Wochen an mir selbst erfahren. Ich wuensche eine gute und erholsame Zeit. LG Kiwi

    • 22. Februar 2013 um 21:17

      Hallo Kiwi, willkommen auf meinen Blog! Und lieben Dank für Deine Worte, ich baue fest auf die kommende Woche und werde dann auch berichten.
      Liebe Grüße! Jenneke

  3. 23. Februar 2013 um 19:22

    Liebe Jenneke, mir geht es ähnlich. Ich habe vor lauter lass-mich-auch-mit einfach eine Woche geschwänzt… Und die Zeit unter anderem für einen Blogumzug genutzt. Das freie Schreiben hat mir sehr gefehlt. Bei Intovertierte Innovationen ging das für mich nicht mehr. Jetzt schreibe ich weiter öffentlich, verrate das aber niemandem mehr, der mich kennt. Findet mich trotzdem jemand, ist das schon in Ordnung.

    Das Laufen geht mir auch furchtbar ab. Ich hoffe auf Frühling und… worauf auch immer.
    Liebe Grüße, P.

    • 3. März 2013 um 18:12

      Liebe P, willkommen zurück! Ja, die Woche hat sehr gut getan, und ich möchte sie nicht missen, daran ändert auch der Wäscheberg nichts, der hier nun liegt 😉
      Und gelaufen bin ich heute auch schon wieder 😀
      Liebe Grüße! Jenneke

  4. Wolfgang said,

    24. Februar 2013 um 18:40

    Liebe Jenneke,

    ich bin wie immer etwas zu spät dran, und hoffe, dass Du Deinen Urlaub in vollen Zügen geniesst!

    Das von Dir beschriebene Gefühl kenne ich auch….“always moving, but going nowhere“ heisst es in einem Lied von Joe Cocker. Manchmal fühl ich mich auch so…man ist ständig busy, kommt aber nicht weiter.

    ich versuche dann, mich auf EINE Sache zu konzentrieren..was auch nicht immer leicht ist. Aber ein Versuch schadet nie 🙂

    • 3. März 2013 um 18:14

      Danke, lieber Wolfgang, der Urlaub war erholsam und schön 😀 Es hätte wärmer sein können, aber sonst alles gut!
      Das Konzentrieren auf eines … das versuche ich auch, aber ich finde es sehr schwierig. Gelingt mir derzeit selten leider, aber ich arbeite dran.
      Liebe Grüße und noch einen schönen Sonntag! Jenneke