Staging 12/2012 – CT Becken

Ich war eigentlich recht gut drauf, das MRT am Morgen hat mich nicht wirklich gekratzt nervositätstechnisch, den Befund gibt es dann morgen oder übermorgen.

Vor dem CT-Becken mittags sah es schon anders aus. Es war leider nicht der Arzt wie zuvor (und damit auch nicht der, mit dem mein Professor Koryphäe vorher gesprochen hatte), aber ich hatte den Biopsiebefund mit und habe dann lang und breit alles erklärt. Das CT ging schnell, aber dann hat es aber fast 45 Minuten gedauert, ehe ich zur Besprechung rein gerufen wurde. Das hat wieder unglaublich an meinen Nerven gezerrt.

Das Ergebnis jedoch ist gut: Die Bilder von August und jetzt sind identisch. Kein Anhalt dafür, dass ich da etwas getan hat.

Allerdings meinte der Arzt auch, dass das alles nicht wirklich metastasentypisch aussehen würde, was er da sieht. Zum Teil schon, zum Teil nicht. Ob ich Schmerzen im Becken hätte? Nö, ich habe vieles, aber das nicht. Ist mir herzlich egal, was auch immer es ist, es ist alt und solange sich nichts tut, kratzt mich das nicht weiter. Ich habe dann ganz forsch gesagt – solange sich an den anderen Befunden nichts tut, würde ich das Becken nicht wieder ansehen. Er hat zugestimmt, aber letztendlich muss ich das mit Professor Koryphäe besprechen.

Puh. Jetzt fehlt noch der Befund vom MRT. Und solange ich den nicht habe, bleibt Unsicherheit (haha, guter Witz, die bleibt sowieso …).

PS: Meine Rippen tun immer noch weh, auch wenn es jetzt langsam besser wird. Ich hoffe, dass ich dann nach Weihnachten wieder laufen kann. Endlich!

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2 Kommentare

  1. sakarinevada said,

    19. Dezember 2012 um 04:23

    Jenneke, ich hab doch gerade einen grossen Stein von Deiner Schulter fallen hören. Jetzt soll nur noch das MRT ebenfalls gut sein, dann bist du für einige Zeit die drückende Last los. Gut, dass Deine Rippenschmerzen weniger werden. Ich wünsch Dir, dass Du bald wieder laufen kannst.

    Sei lieb gegrüsst
    Ursula

  2. Karl said,

    19. Dezember 2012 um 08:29

    Ja, die Unsicherheit bleibt sowieso. Und ich weiß, das es kein Trost ist, aber die gleiche Unsicherheit, und eigentlich noch eine viel größere, hat jeder Einzelne, der nichts über eine Krankheit weiß, die vielleicht schon lange in ihm im Stillen arbeitet. Nur Du und andere wissen über einen kleinen Ausschnitt der negativen Möglichkeiten ihrem Körper etwas konkreter Bescheid, und dieses Wissen, und das hängt meiner Erfahrung nach nicht davon ab, wie ernst diese Dinge sind, um die wir wissen, belastet. Wir wollen ja um die Risiken eigentlich gar nicht wissen, wir wollen ja eigentlich nicht wahrhaben, dass es uns jeden Tag aus dem Leben reißen kann oder unser Leben völlig umschmeißen kann. Aber andererseits wollen wir immer mehr Sicherheit, immer mehr absolute Nachrichten, immer mehr ja oder nein, schwarz oder weiß.

    Was ich als erstes nach meiner (eigentlich mit sher guter Prognose versehenen) Diagnose gelernt habe, ist, dass es diese Sicheit nirgends gibt. Je mehr wir wissen, desto mehr relativiert sich sich diese Sicherheit, es geht allenfalls noch um Wahrscheinlichkeiten, und auch diese kann man oft nur ansatzweise erfahren.

    Einige Jahrhunderte vor uns, lebten die Menschen mit viel mehr Unsicherheiten, jeden Tag. Und ich glaube sie wussten, mehr gefühlsmäßig als rational, über diese Unsicherheiten Bescheid und lebten entsprechend. Heute müssen wir das zu einem großen Teil rational bewältigen, und das ist nicht unbedingt einfacher. Um nicht zu verzweifeln, muss man das einfach akzeptieren. Wir können nicht unser Leben planen, das ist Illusion, das wird mir umso klarer, je mehr ich merke, dass ich mich auf nichts verlassen kann und dass mein Leben so sehr viel anders verläuft als ich mir das vor langem vorgestellt habe. Es ist mühsam, aber ich muss lernen, das anzunehmen. Von Tag zu Tag, von Auftrag zu Auftrag, von Nachsorge zu Nachsorge, heute tun, was heute getan werden muss, morgen ist noch nicht, und kann sich sekündlich ändern, gestern ist vorbei und nicht mehr änderbar. Und obwohl mir das so klar ist, ist es doch so schwierig. Ich lasse mich oft genug von den kleinen und großen Unwägbarkeiten aus der Bahn werfen, sie bremsen mich, halten mich davon ab, das naheliegende und notwendige zu tun.

    Ich wünsche Dir, dass Du immer wieder die Kraft und den Mut findest, die Angst hinter Dir zu lassen und das Naheliegende zu tun, ohne Dich von den nicht änderbaren Dingen und den Unsicherheiten bremsen zu lassen.