Überholspur

Die Zeit rennt. Ich habe so viel um die Ohren, dass mir die Tage und Wochen unter den Fingern zerrinnen. Nicht (nur) mit unangenehmen Dingen, aber es ist doch reichlich voll derzeit in meinem Leben. Das ganze Organisieren mit dem Jobwechsel, Freunde treffen, Gartenarbeit, Familienfeste … und schon steht das nächste Staging vor der Tür.

Nur noch gut vier Wochen – und mir flattern schon wieder die Nerven – glücklicherweise (noch nicht) dauerhaft.

Wo ist die Zeit geblieben? Ich möchte gerne von der Überholspur runter, aber es klappt nicht recht. Möchte entspannen und bin doch ständig unter Strom. Komme abends nicht ins Bett, morgens nicht raus. Immerhin schlafe ich dazwischen wieder leidlich gut.
Zu viel, zu voll … meine Ohren summen schon wieder laut vernehmlich, mein Gewicht geht hoch, weil ich ein Stressesser bin. Nicht gut. Aber noch habe ich nicht den Bremshebel gefunden.

Ich tue jetzt das einzige, was hilft: Ich gehe laufen.

Werbeanzeigen

8 Kommentare

  1. sakarinevada said,

    5. Juli 2012 um 05:34

    Liebe Jenneke

    Es ist wirklich nicht einfach, wenn die Zeit einem einfach davon läuft. Die Bremse ziehen geht meist auch nicht einfach so. Geh laufen, aber versuch nicht der Zeit nachzulaufen.

    Ich schick Dir mal ein Packet mit ganz viel Bremsflüssigkeit…wie auch immer Du sie verwenden kannst und magst.

    Sei ganz lieb gegrüsst
    Ursula

    • 11. Juli 2012 um 20:20

      Liebe Ursula, mit dem Bremsen hat es noch nicht geklappt, aber den schweren Anhänger abgekoppelt. Da fährt es sich gleich leichter. Aber Bremsen ist immer noch das Ziel.
      Liebe Grüße! Jenneke

  2. dreamsandme said,

    5. Juli 2012 um 12:45

    Liebe Jenneke,

    ohje, das klingt wirklich nach etwas zu viel Stress! Hoffe, du findest bald den Weg runter von der Autobahn, raus aufs Land ins Grüne, wo du deiner Seele wieder etwas Luft verschaffen kannst! Vielleicht könnt ihr übers Wochenende mal wegfahren? Raus aus dem Trubel? Manchmal helfen schon 2 Tage und man ist wieder etwas regeneriert!

    Schick dir jedenfalls viel Kraft und wünsche dir alles Gute für die Nachsorge. Ist ja noch ein bisschen hin, aber ich versteh dich sehr gut!

    Bussi,
    Sunny

    • 11. Juli 2012 um 20:22

      Liebe Sunny, ich hatte gerade so ein Wochenende, zwar zuhause, aber ich habe es geschafft, die Termine alle fern zu halten (obwohl das zu ein paar Enttäuschungen geführt hat bei lieben Leuten 😦 ). Hat mir sehr gut getan! Ziel: in zwei Wochen wieder (nächstes geht leider nicht).
      Liebe Grüße! Jenneke

  3. katerwolf said,

    8. Juli 2012 um 18:00

    hey, speedy gonzales, wenn du dich auf der überholspur wohl fühlst, ist das ok!!!

    • 11. Juli 2012 um 20:23

      Da hast Du Recht, liebe Katerwolf. Ich bin noch immer schnell unterwegs, aber jetzt viel entspannter dabei. Das ist gut!
      Liebe Grüße und gutes Runterkommen für Dich! Jenneke

  4. Perdita said,

    9. Juli 2012 um 22:00

    Überholspur ist Stress. Ohne Frage. Vielleicht auch zuviel davon. Meiner Erfahrung nach ist aber jede Überholspur besser als ein Abstellgleis.
    Die Schwierigkeit ist aber in der Tat, sich langsam wieder in den normal fließenden Verkehr einzuordnen.
    Ach, seit der Diagnose scheint das Leben ein einziges Staging…scheußlich!
    Lieben Gruß,
    Perdita

    • 11. Juli 2012 um 20:25

      So kommt es mir auch vor, liebe Perdita. Überholspur und zuviel des Guten oder völlig neben der Spur.
      Und das Staging … nun ja. Einfach ätzend 😦 Aber nötig, also nützt das Klagen alles nichts.
      Liebe Grüße! Jenneke