Anschlag

Im Moment drehe ich am Anschlag, habe ich das Gefühl. Ständig fällt mir was ein, was ich noch klären muss. Was ich noch machen muss. Überall liegen Listen, halb abgearbeitet. Wie viel einfacher wäre doch mein Leben gerade, wenn ich mich nicht beworben hätte!

Aber ich bin froh, dass ich es gemacht habe. Und noch glücklicher, dass es geklappt hat 😀 Die Reaktionen meiner derzeitigen Arbeitskollegen sind recht durchwachsen. Viele freuen sich für mich, manche sind neidisch, andere sehen nur, dass ihnen das jetzt Arbeit macht, weil ich abhaue.
Erst hatte ich ein schlechtes Gewissen, aber das ist jetzt weg. Mal an mich zu denken, fühlt sich gut an 🙂

So langsam muss ich dann auch an die Therapieplanung denken … aber da komme ich allein nicht weiter. Da muss ich beim nächsten regulären Termin Ende Juni mal mit der Ärztin sprechen. Im Augenblick ist mir danach, das Bondronat einfach ausfallen zu lassen – schließlich haben die Bisphosphonate eine Halbwertzeit von mehreren Jahren im Knochen. Was kann es da ausmachen, einmal auszusetzen? Und das Faslodex? Vielleicht kann ich eine befreundete Krankenschwester dazu kriegen, dass ich sie mal an einem Wochenende „heimsuche“ … oder ich jubele mir das Zeugs selbst rein 😉

Derzeit ist alles aufregend, glücklicherweise positiver Streß. Aber eben Streß. Ich nehme mir die Ruhepausen, aber es fallen dabei dann natürlich andere Dinge hinten runter, für die dann keine Zeit und/oder Kraft mehr übrig ist. Aber ich komme ja langsam in Übung, was das „an mich denken“ angeht 🙂

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4 Kommentare

  1. sakarinevada said,

    9. Juni 2012 um 05:42

    Liebe Jenneke,

    Ich kann mir gut vorstellen, dass Du jetzt ganz viel um die Ohren hast. Schuldgefühle sollst Du aber ganz sicher nicht haben. Freu Dich auf Deine neue Stelle, und lass die alte hinter Dir. Dass einige Deiner Arbeitskollegen keine Freude haben und gar neidisch sind lässt sich nicht vermeiden.

    Bezüglich Deiner Therapien, denke ich, du wirst ganz schnell lernen Dir das Faslodex selber zu spritzen, Das ist keine Hexerei. Was die Bisphophonate anbelangt, wirst Du Dich mit Deiner Ärztin besprechen müssen.

    Ich wünsche Dir trotz des positiven Stresses ein ganz schönes, und auch entspanntes Wochenende

    Sei ganz lieb gegrüsst
    Ursula

    • 9. Juni 2012 um 19:18

      Liebe Ursula!
      Danke für Deine lieben Worte. So langsam freue ich mich auch auf den neuen Job, jetzt wo fast alle Bescheid wissen.
      Mit dem Faslodex ist das so eine Sache. Zoladex in den Bauch war nie ein Problem, das habe ich jahrelang selbst gemacht. Aber Faslodex ist i.m. und geht in den Gluteus. Die Spritze lässt sich auch nicht ganz leicht durchdrücken, weil das Zeugs ölig ist. Da braucht man Kraft für, und ich weiß nicht, ob man die so wirklich aufbringen kann, wenn man hinter sich greifen muss, um sich selbst in den Po zu spritzen. Aber vielleicht tut’s ja auch mal der Oberschenkelmuskel zur Ausnahme. Aber das werde ich dann nachfragen … mir wär’s das allerliebste, wenn ich es selbst machen könnte!
      Ich werde sicher berichten, wie es jetzt laufen wird. 🙂
      Dir auch ein schönes Wochenende!
      Liebe Grüße! Jenneke

  2. Sue said,

    10. Juni 2012 um 21:55

    Liebe Jenneke,

    normalerweise sollte es kein Problem sein, in den Oberschenkel zu spritzen, wenn man Dir zeigt, wo genau dort. Ich mache das ja auch immer alles selbst und finde es viel angenehmer als immer in eine Praxis zu watscheln.

    lieben gruss sue

    • 14. Juni 2012 um 05:54

      Liebe Sue! Ach, das wäre echt das Beste! Ich hatte in der Richtung mal gegoogelt aber nichts gefunden. Mal sehen, was meine Ärztin davon hält oder ob sie die Hände über dem Kopf zusammenschlägt 😉
      Normalerweise ist’s ja kein Problem, weil ich das Bondronat sowieso dort bekomme. Aber in diesem Fall …
      Liebe Grüße! Jenneke