Unruhe

Selten hat mich etwas so beschäftigt wie dieses Bewerbungsverfahren. Wieder und wieder spuken Situationen durch meinen Kopf, vergangene und mögliche zukünftige, und ich komme nicht richtig zur Ruhe. Ich war so darauf gepolt gewesen, dass sich das bald entscheidet … und nun zieht es sich wie ein Kaugummi.
Das tut mir nicht gut, ich bin unruhig und kann gerade wieder nicht abends nicht einschlafen. Komme morgens nicht raus und bin leichter reizbar. Doof.

Und das Ganze setzt mich als Bewerber, sollten sie mich wirklich nehmen, sehr unter Druck. Wer so sorgfältig ausgesucht wurde, darf nicht versagen. Ich führe jetzt schon im Geiste Gespräche, sollte das alles rauskommen. Erst letztens ist jemand, den ich über das Netz kenne, in der Probezeit wieder gekündigt worden, weil eine Krankheit verschwiegen wurde. 😦

Ich muss mich sehr am Riemen reißen, nicht zu kneifen. Ich will diesen Job und gleichzeitig habe ich Angst, dass ich damit gegen die Wand fahre. Vielleicht wäre es besser, wenn … Nein, wäre es nicht! Basta.

Ich hoffe nur, dass dieses Elend nächste Woche ein Ende hat. So oder so.

12 Kommentare

  1. Karl said,

    21. Mai 2012 um 20:16

    Ich weiß, dass das in der Realität schon mal anders aussieht, aber denke dran, dass Du im Recht bist, wenn Du über Deine Krankheit schweigst, und dass ein Arbeitgeber, der Dich WEGEN der verschwiegenen Krankheit kündigt, Probezeit oder nicht, im Unrecht ist, solange die Krankheit nichts unmittelbar mit dem Job zu tun hat und Dich daran hindern würde ihn auszuüben. Du hast das Recht, in dieser Beziehung zuerst an Dich zu denken.

    Sollte es unwahrscheinlicherweise doch dazu kommen, sollte dann Zeit sein sich zu überlegen, wie man vorgeht. Aber im Moment sind das ungelegte Eier.

    • Carpe tempus! said,

      23. Mai 2012 um 19:24

      Danke, lieber Karl, für die Bestätigung. Es ist allerdings auch klar, dass eine Firma immer einen Kündigungsgrund findet, wenn sie einen sucht. Aber Du hast Recht, ich versuche, mir darüber keine Gedanken zu machen, bis das nicht passiert ist.
      Liebe Grüße! Jenneke

  2. Wolfgang said,

    21. Mai 2012 um 22:01

    Hallo Jenneke,
    ich kann Dich gut verstehen…und hoffe, daß Du bald mehr weisst!

    • Carpe tempus! said,

      23. Mai 2012 um 19:25

      Danke, lieber Wolfgang. Ein bisschen wird es noch dauern …

  3. dreamsandme said,

    21. Mai 2012 um 23:02

    Liebe Jenneke,

    kann deinen Gefühlszustand gut nachvollziehen! Hoffentlich fällt bald eine Entscheidung und ich drücke dir die Daumen, dass alles so klappt, wie du es dir vorstellst!

    Sei lieb gedrückt,
    Sunny

    • Carpe tempus! said,

      23. Mai 2012 um 19:26

      Danke, liebe Sunny. Noch ist nichts entschieden, das ist gut, also bin ich noch im Rennen 🙂
      Liebe Grüße! Jenneke

  4. sakarinevada said,

    22. Mai 2012 um 04:10

    Liebe Jenneke

    Ich kann Deine Unruhe verstehen, und hoffe, dass es sich bald entscheidet. Deine verschwiegene Krankheit, ist Dein gutes Recht. Zweifle nicht allzusehr an Deinem Entscheid. Ich drück Dich mal ganz fest.

    Sei ganz lieb umarmt
    Ursula

    • Carpe tempus! said,

      23. Mai 2012 um 19:27

      Danke, liebe Ursula. Ich drehe und wende das in meinem Kopf und komme doch zu keinem anderen Ergebnis, als dass es richtig war, wie ich es gemacht habe. Was auch immer dabei herauskommt 😉
      Liebe Grüße! Jenneke

  5. Finja said,

    25. Mai 2012 um 14:51

    Natürlich war es richtig. Du hast Dir die Krankheit nicht ausgesucht.

  6. Carpe tempus! said,

    26. Mai 2012 um 10:28

    Hallo Finja, willkommen auf meinem Blog und danke für Deine Bestärkung.
    Liebe Grüße! Jenneke

  7. Finja said,

    26. Mai 2012 um 11:15

    Ich lese schon länger still mit. Diesmal musste ich mich äußern, weil ich glaube, Du machst Dir so viele Gedanken wegen einer Sache, für die Du absolut nichts kannst. Andere Menschen haben viel weniger Skrupel bei Dingen, die sie selbst durchaus zu verantworten haben.

    Klar wird hier sorgfältig ausgewählt, aber garantieren können doch auch die anderen Bewerber nicht, dass sie die nächsten 30 Jahre zur Verfügung stehen. Theoretisch mag Dein Risiko größer erscheinen, aber ist es das auch wirklich? Die Möglichkeit, dass Deine Untersuchungen noch für viele Jahre gut ausfallen, existiert durchaus. Du bist doch jetzt nicht dazu verdammt, in Endzeitstimmung zu verfallen, wenn es Dir eigentlich gut geht! Das wäre nicht richtig.

    • 30. Mai 2012 um 06:22

      Danke für Deine lieben Worte 🙂 Ich stimme da mit Dir überein, ich musste es versuchen, sonst hätte ich für mich das Gefühl, ich hätte das Leben schon aufgegeben. Aber abschalten kann ich diese Bedenken nicht. Sie sind ja immer da, aber diese Jobsituation verstärkt das noch. Aber so ist es halt, muss ausgehalten werden. Nur die Zeit wird zeigen, was am Ende dabei heraus kommt.
      Liebe Grüße! Jenneke