Die magische Zahl: 28

Ich hatte die Woche den verschobenen Besprechungstermin bei Prof. Koryphäe. Er ist genauso zufrieden mit meinen Ergebnissen wie ich. 🙂
Sehr zu meiner Zufriedenheit hat er sich gegen ein Knochenszintigramm zu diesem Zeitpunkt ausgesprochen. Knochenmetastasen sprechen von allen Sorten am ehesten auf eine antihormonelle Behandlung an. Da die anderen Metastasen ansprechen, tut meine Knochenmetastase das erst recht. Also brauchen wir erstmal kein neues Szintigramm, zumal ich beschwerdefrei bin.
Von allen Untersuchungen ist mir das Knochenszintigramm am unheimlichsten. Es ist einfach ein saudoofes Gefühl, wenn die Spritze, die man gleich kriegen soll, in einem Bleibehälter gegen die Strahlung kommt.

Neben den üblichen Nebenwirkungen wie die Schlafprobleme habe ich auch die Gewichtszunahme angesprochen: ungefähr 4 Kilo in den fünf Monaten. Abgesehen von den Heißhungerattacken durch die Medikation habe ich mir den Rest vermutlich selbst zuzuschreiben, da ich ein Streßesser bin. Und wenn eine Metastasierung keinen psychischen Stress macht, dann weiß ich auch nicht, was 😦
Bisher war ich der Meinung, 4 Kilogramm wären ja nicht so dramatisch. Nur war ich vorher auch nicht gerade ein Strich in der Landschaft, und mein BMI klettert also weiter. Jetzt bin ich bei etwas über 28. Schlank ist was anderes, aber so schlimm ist’s dann doch nicht.

Prof. Koryphäe erzählte mir jetzt aber, dass es Studien gäbe, dass ab einem BMI von 28-29 die Metastasierungsrate steigen würde. Darunter würde es keinen großen Unterschied machen, drüber aber ist es deutlich. Da habe ich ja schon etwas geschluckt, denn an dieser Grenze befinde ich mich gerade.

Letzendlich hat es mich aber nur in dem bestärkt, was ich ohnehin schon im Hinterkopf hatte – die Gewichtszunahme einzudämmen. Erstmal den Trend stoppen, das ist realistisch, das kriege ich hin. Dann langsam wieder runter.

Und ich glaube, dass ich das schaffen kann. Denn der große Druck ist erstmal wieder fort. Die Therapie spricht super an und mir geht es sehr gut dabei. Zeit also, sich diesen unleidlichen Gewohnheiten zu widmen und sich wieder etwas im Essen zu zügeln.

Und, wie komisch, ich freue mich schon, im Sommer wieder in meine Hosen zu passen 😀

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2 Kommentare

  1. katerwolf said,

    7. Februar 2011 um 20:40

    hey, das ist das wichtigste, dass du auf die therapie gut ansprichts, suuuuper 😆

    und dein gewicht bekommst du nun auch runter. gehst du joggen und/oder schwimmen? das hilft ganz gut….

    kommt für dich zometa als medikament gegen die knochenmetas in frage oder nimmst du das bereits?

    liebe grüße, katerwolf

  2. Carpe tempus said,

    8. Februar 2011 um 09:54

    Hallo liebe Katerwolf.
    Ja, ich liebe Schwimmen, aber das nächste Bad ist relativ weit weg. Das macht das Aufraffen immer schwierig, weil es so viel Zeit kostet. Ich mache lieber Sachen von zu Hause aus, dann habe ich keine Weg. Joggen mochte ich nie, aber überlegt habe ich das schon, es doch mal zu probieren. Ansonsten liebe ich mein Wii Fit Plus 😀
    Ich kriege Bondronat, das ist mir lieber als Zometa, weil es besser verträglich sein soll und die Infusion schneller läuft. Merken tue ich davon nichts, wie gut. Aber man muss natürlich ein paar Sachen im Auge behalten.
    Aber das wird sich alles finde. Hauptsache, die Antihormontherapie schlägt an. Und das tut sie 😀


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